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| 22:40 Uhr

Plessa
Premiere für das Maifest solide

 Der Zuspruch zum 1. Maifest in Plessa war sehr ordentlich. Zahlreiche Vereine aus dem Ort haben bei der Organisation geholfen. Die Logistik am Kulturhaus sei sogar einfach als früher an der Mühle, hieß es.
Der Zuspruch zum 1. Maifest in Plessa war sehr ordentlich. Zahlreiche Vereine aus dem Ort haben bei der Organisation geholfen. Die Logistik am Kulturhaus sei sogar einfach als früher an der Mühle, hieß es. FOTO: VRS
Plessa. Nach dem Aus für das Mühlenfest hat Plessa ein neues Dorffest am Kulturhaus organisiert.

„Auf geht`s – das 1. Maifest in Plessa!“, mit diesem Satz gab Bürgermeister Gottfried Heinicke am Samstag den Startschuss für eine neue Ära von Dorffesten, mitten im Dorf, in der Kulisse des Kulturhauses. „Wir ziehen um, nun gibt es kein Mühlenfest mehr“, erinnerte der Bürgermeister noch einmal an den Ursprung der neuen Veranstaltung.

Viele Plessaer Vereine und auch viele Privatpersonen hätten vor dem neuen Event ihre Teilnahme zugesagt. Vielleicht auch als Trotzreaktion, denn den Plessaern sind die Streitigkeiten um das Mühlengelände nicht entgangen. Für die Vorsitzende des Kulturvereins Claudia Drews spielt der enorme Aufwand für das Mühlenfest die Hauptrolle für den neuen Ort am Kulturhaus. Denn die Vereinsmitglieder werden immer älter und damit auch weniger, meint Claudia Drews. Auf- und Abbau - die Logistik war immer wieder eine Herausforderung. Am Kulturhaus sind alle notwendigen Fest-Utensilien dagegen unmittelbar vorhanden. Karnevalsverein, Feuerwehr, Handballer, Jagdgemeinschaft und die Goethe- Grundschule Plessa-Hohenleipisch haben aktiv mitgemacht. Die Schüler haben nicht nur ein Musikprogramm einstudiert, sondern auch einen Bändertanz zusammen mit Hobby-Historikerin Christine Alkier auf die Beine gestellt. Sechs Übungsstunden über zwei Wochen verteilt waren nötig, um die Bänder bei der Premiere trotz Lampenfieber in der richtigen Reihenfolge um den Baum zu wickeln. Beim ersten Versuch habe es ein Desaster gegeben, lässt eines der Kinder durchblicken. „Total verfitzt“, heißt es! Hobbyschneiderin Christine Alkier hat extra Chroniken gewälzt, um sich mit dem Bändertanz und der Anzugsordnung der Kinder vertraut zu machen. Die Trachten für die Mädchen und Jungen mussten schließlich erst nach historischen Vorbildern geschneidert werden.

Aller Anfang ist schwer! In Plessa beim ersten Maifest sogar sprichwörtlich! Das Aufstellen des Maibaums wurde zum Problem. „Wir haben das Thema nur im Fernsehen gesehen, aber niemand hat genau hingeschaut, wie der Baum eigentlich aufgestellt wird“, lässt Wolfgang Alkier durchblicken. Das zum Aufstellen des Maibaumes lange Stangen gebraucht werden, wussten die Plessaer also nicht! So hatten sie natürlich auch keine! Folglich haben mehrere Hünen aus den Reihen der Feuerwehr am Samstagmorgen mit dem kurzen Hebel den schweren Baum samt Kranz und Bändern irgendwie nach oben gewuchtet.  Mehrere hundert Jahre Erfahrung kam dagegen bei der Kaffeetafel zur Anwendung! Insgesamt 36 leckere Kuchen, gebacken mit alten Rezepten, manche sogar mit geheimen Zutaten, wurden für die Kaffeetafel abgegeben. Nach dem ersten erfolgreichen Start ist der organisierende Plessaer Kulturverein zuversichtlich, mit dem neuen Fest ein ausbaufähiges Profil zu verfolgen. Jetzt trauen sich die Plessaer sogar noch mehr zu, denn der Titel „Naturparkgemeinde“ ist angestrebt, was mit der Ausrichtung des Naturparkfestes verknüpft ist. „Wir verfügen in Plessa über Erfahrung. Auch für größere Veranstaltungen. Wir haben keine Angst. Wir lassen das Fest solide wachsen, brechen nichts über das Knie. Vielleicht entwickelt es sich eines Tages zu einem großen, zentralen, schönen Dorffest“, meint Lothar Thieme vom Kulturverein, wie auch Karnevalsverein.

 Der Zuspruch zum 1. Maifest in Plessa war sehr ordentlich. Zahlreiche Vereine aus dem Ort haben bei der Organisation geholfen. Die Logistik am Kulturhaus sei sogar einfach als früher an der Mühle, hieß es.
Der Zuspruch zum 1. Maifest in Plessa war sehr ordentlich. Zahlreiche Vereine aus dem Ort haben bei der Organisation geholfen. Die Logistik am Kulturhaus sei sogar einfach als früher an der Mühle, hieß es. FOTO: VRS