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| 17:38 Uhr

Arbeitskampf in Brottewitz
Wie Campina auch die Zuckerfabrik retten

 Dezember 2009: Die Belegschaft des Campina Milchwerkes Elsterwerda protestiert gegen die Schließung. Am Ende mit Erfolg. Das Werk wurde erfolgreich an neue Besitzer verkauft.
Dezember 2009: Die Belegschaft des Campina Milchwerkes Elsterwerda protestiert gegen die Schließung. Am Ende mit Erfolg. Das Werk wurde erfolgreich an neue Besitzer verkauft. FOTO: Veit Rösler
Brottewitz. Die vom Unternehmen Südzucker AG ins Auge gefasste Schließung von zwei seiner Werke, darunter der Zuckerfabrik in Brottewitz, schlägt Wellen. Die Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten (NGG) wird am Dienstagvormittag gegen 8.30 Uhr vor dem Werktor in Brottewitz ein in Elbe-Elster nicht unbekanntes Transparent symbolisch an die Belegschaft übergeben.

Darauf steht: „Keine Werksschließung – wir kämpfen“.

Hierbei handelt es sich nach Auskunft von Ingolf Fechner, Gewerkschaftssekretär für Südbrandenburg, gewissermaßen um ein Hoffnungsbanner. Vor zehn Jahren war es bereits während der Demonstrationen gegen die drohende Schließung des Campina-Werkes in Elsterwerda präsent gewesen. Der Betrieb wurde schließlich nicht dicht gemacht, sondern verkauft und schreibt seitdem eine Erfolgsgeschichte.

Bei der Übergabe des Transparentes in Brottewitz werden auch Mitarbeiter des damals geretteten Betriebes dabei sein. „Es ist der symbolische Auftakt für weitere Aktionen zum Erhalt des Standortes. An der Zuckerfabrik hängt schließlich eine ganze Region dran“, weiß Ingolf Fechner.

Unterdessen hat die „Interessengemeinschaft Brottewitz“ in sozialen Medien zu einer Unterschriftensammlung aufgerufen. Die entsprechende Petition soll dann an den Aufsichtsratsvorsitzenden der Südzucker AG, Dr. Hans-Jörg Gebhard, weitergeleitet werden. Der Mann ist gleichzeitig Vorsitzender des Verbandes Süddeutscher Zuckerrübenanbauer. Mit Stand Montag, 17 Uhr, waren bereits 1371 Unterschriften geleistet worden. Für den 15. Februar hat die Interessengemeinschaft um „5 vor 12“ auf Facebook zu einer Demo unter der Überschrift „Wir machen uns eine Rübe“ aufgerufen.

(mf)