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| 01:37 Uhr

Zuckerfabrik beendet Kampagne nach Rekord-Rübenernte

Unter den Augen von Rübenhofleiter Hans-Jürgen Richter wurden gestern die letzten Zuckerrüben der Kampagne in Brottewitz angeliefert.
Unter den Augen von Rübenhofleiter Hans-Jürgen Richter wurden gestern die letzten Zuckerrüben der Kampagne in Brottewitz angeliefert. FOTO: Karsten Bär
Brottewitz.. Mit der Lieferung der letzten Rüben am gestrigen Freitag und ihrer Verarbeitung in der Nacht zu heute ist in der Zuckerfabrik Brottewitz die Rübenkampagne 2007 abgeschlossen worden. Karsten Bär

„Die Kampagne hat stolze 112 Tage gedauert, damit ist sie die längste seit 1981“ , verdeutlicht Betriebsleiter Holger Wiesner. Im Vorjahr war bereits nach 82 Tagen Schluss.
Die lange Kampagnedauer liegt in einer Rekordernte an Zuckerrüben im Einzugsbereich des Brottewitzer Südzucker-Werkes begründet. Mit durchschnittlichen 64 Tonnen pro Hektar wurde die bisherige Erntehöchstmenge von 60,5 Tonnen pro Hektar deutlich überschritten. Insgesamt wurden 677 000 Tonnen Zuckerrüben nach Brottewitz geliefert und zu 108 000 Tonnen Zucker verarbeitet, davon 66 000 Tonnen Kristallzucker, der Rest Dicksaft, der ins Südzuckerwerk Zeitz geliefert oder für die weitere Verarbeitung in Brottewitz aufbewahrt wird. Geliefert werden die Rüben überwiegend von sächsischen Landwirten aus dem Gebiet zwischen Lommatzscher Pflege und Neiße, zum Teil aber auch aus Südbrandenburg und dem sachsen-anhaltischen Landkreis Wittenberg.
„Wir haben ohne größere Störungen arbeiten können und wurden auch durch schlechte Witterung nicht behindert“ , schätzt Holger Wiesner ein. Dennoch sei man froh, die Kampagne geschafft zu haben. Schließlich habe man die ganze Zeit im Vierschichtsystem gearbeitet. Einschließlich der Saisonkräfte waren insgesamt 110 Mitarbeiter während der Kampagne in Brottewitz beschäftigt. Bis zum morgigen Sonntag, so der Betriebsleiter, werde der letzte Zucker produziert sein, danach reinige man die Fabrik. „Ab 10. Januar sind erst einmal anderthalb Wochen Betriebsruhe.“
Bis die nächste Rübenkampagne im Herbst dieses Jahres beginnt, werden die „Räder“ in der Fabrik jedoch nicht still stehen. Für April und Juli sind so genannte Dicksaftkampagnen geplant, bei denen eingelagerter Rübendicksaft zu Weißzucker weiterverarbeitet wird.