| 02:38 Uhr

Zeit für alte Handwerkskunst beim Hirschfelder Erntedank

Marion Bienert zeigt, wie Schafwolle zum Faden gesponnen wird.
Marion Bienert zeigt, wie Schafwolle zum Faden gesponnen wird. FOTO: Wolfgang Kniese/wkn1
Hirschfeld. Der Erntedank in der Kirche mit anschließendem Fest rund um das Gelände des Heimatvereins ist längst Tradition in Hirschfeld. Am Wochenende nun trafen sich Einheimische mit ihren Gästen am Wochenende zum gemütlichen Beisammensein. Wolfgang Kniese/wkn1

Die Kirchenbesucher bestaunten die wunderschöne Erntekrone. Gespendete Früchte und Blumen waren als Farbtupfer vor dem Altar aufgestellt worden. Die Sammlung der Erntegaben wird wie immer dem Verein Stoffwechsel in Dresden zur Weitergabe an Notleidende zur Verfügung gestellt werden.

An Aktionsständen wurden klassische Plinse, Kürbissuppen nach unterschiedlichen Rezepten zubereitet sowie Fischspezialitäten angeboten.

Alte Handwerkskunst, wie die Herstellung von Seilen, das Schleifen von Messern, wurden anschaulich gezeigt. Weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt sind die Spinner und Stricker des Heimatvereins, die hier ihr Können zeigten. Die Besucher erlebten live, wie aus der Schafwolle ein Wollfaden gesponnen wurde, aus der besonders hautfreundliche und wärmende Socken, Handschuhe und Schals gestrickt werden. So wurde auf eindrucksvolle Weise darauf aufmerksam gemacht, was unsere Region alles zu bieten hat. Die kleinen Gäste konnten bei bunten Bastelaktionen mitmachen, Rat und Hilfe bekamen sie von den Erziehern der Kita.

Die Bilderausstellung in der Turnhalle der Schule, Bilder einer Landschaft "Der Schraden", lud zum Verweilen ein. Wie einst der Schradenmaler Hans Nadler hatten im Mai 2015 dreizehn Maler mit Staffelei und Notizblock die Landschaften des Schradens erkundet. Mit den verschiedensten Techniken der Malerei brachten sie ihre Eindrücke und Emotionen zu Papier.

Im Gästebuch war immer wieder zu lesen: "Die Ausstellung war eine Reise durch den Schraden. Sie ist eine kulturelle Bereicherung für den, der sie sieht."