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| 15:26 Uhr

Kommunales
Zahlen für den Winterdienst

Plessa. Plessaer Amtsgemeinden beraten jetzt die Satzungen.

  In den Gemeinden des Amtes Plessa sollen von den Grundstückseigentümern an den kommunalen Straßen zum ersten Mal Winterdienstgebühren erhoben werden. Diese treten zum 1. Januar 2018 in Kraft, wenn die Satzungen von den Gemeindevertretungen beschlossen werden. Die Abgeordneten von Gorden-Staupitz haben bereits zugestimmt. Heute beraten dazu Schraden, am 18. Dezember Plessa und am 19.  Hohenleipisch.

Die Gemeinden hatten nach Auskunft des Plessaer Amtsdirektors Göran Schrey keine andere Wahl. Die Kommunalaufsicht habe dies aufgrund der Kassenlage und damit zur Einnahmeerhöhung verlangt. Um eine halbwegs realistische Kostenschätzung abgeben zu können, ist der finanzielle Aufwand für den Winterdienst aus den Jahren 2014 bis 2016 als Grundlage gewählt worden. Die Gemeinden hatten die Wahl, Gebühren nach Grundstücksfrontmeter zu verlangen beziehungsweise nach Grundstücksgröße. Nur Plessa habe sich für die Größe entschieden. Die Gebühren lägen am Ende bei beiden Maßstäben jedoch dicht beieinander. Bei einem Grundstück mit 20 Frontmetern an der Straße seien etwa zehn Euro im Jahr zu zahlen, bei einem Grundstück mit 1000 Quadratmetern rund 13 Euro. „Egal, was man wählt, es wird immer Ungerechtigkeiten geben“, so der Amtschef.

Eine Firma aus Kahla stehe mit vier Fahrzeugen bereit. Es sind 70 Kilometer kommunale Straßen zu räumen und zu streuen. Das dauere einige Zeit. Bei Problemen bitte im Internet das Beschwerdeportal Maerker nutzen! Die Alternative zur Satzung wäre, so Göran Schrey, keinen Winterdienst anzubieten. dann müsste jeder Anlieger zeitnah die halbe Straßenbreite räumen oder einen Hausmeisterdienst beauftragen. „Für zehn Euro im Jahr wird das aber keiner machen“, ist sich der Amtsdirektor sicher.