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| 19:33 Uhr

Herzberg/Bad Liebenwerda
Die Vize-Weltmeister funken aus Elbe-Elster!

Im Jahr 2014 Bronze, jetzt Silber: Manfred Wolf (DJ5MW) und Stefan von Balz (DL1IAO – l.), Rusty (W6OAT – 2.v.l.) ist der Schiedsrichter hier mit Frank Neumann aus Brottewitz (l.) der im Organisationsteam saß und für die Standortauswahl verantwortlich zeichnete.
Im Jahr 2014 Bronze, jetzt Silber: Manfred Wolf (DJ5MW) und Stefan von Balz (DL1IAO – l.), Rusty (W6OAT – 2.v.l.) ist der Schiedsrichter hier mit Frank Neumann aus Brottewitz (l.) der im Organisationsteam saß und für die Standortauswahl verantwortlich zeichnete. FOTO: LR / Frank Neumann
Herzberg/Bad Liebenwerda. Die in Sachsen- Anhalt und Brandenburg am Sonntag zu Ende gegangene Weltmeisterschaft der Funkamateure, die erstmals in Deutschland stattfand und an der 63 Teams aus 31 Nationen teilnahmen, lässt ein deutsches Duo aus Baden-Württemberg jubeln. Von Frank Claus

Die Weltmeisterschaft der Funkamateure, die in diesem Jahr zum ersten Mal in Deutschland – im Raum Jessen (Sachsen-Anhalt) und im Raum Bad Liebenwerda/Uebigau-Wahrenbrück/Herzberg/Mühlberg (Brandenburg)  stattgefunden hat, ist nach einem 24-stündigen Wettkampf am Sonntag beendet worden. 63 Teams aus 31 Nationen waren am Start. Und es gibt aus deutscher Sicht Grund zum Feiern:  Das Team, das vor vier Jahren in Boston Bronze holte, hat sich um einen Platz verbessert und darf über Silber jubeln. Und da feiert Elbe-Elster mit, denn die beiden Herren haben aus unserem Landkreis gefunkt. Ihnen war die Station am Ortsrand von Kosilenzien zugelost worden.

Pressesprecher Klaus Wöhler: „Nachdem der Wettbewerb Sonntag um 14 Uhr beendet war, werden seitdem die Verbindungen der Funkstationen überprüft. Es gilt als sicher, dass das für viele Stunden führende Team aus Litauen mit 5200 Verbindungen nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen ist. Gedas Lucinskas, (LY9A) und Mindis Jukna (LY4L) lagen bereits in den ersten Contest-Stunden immer wieder vorn, sodass von einem Start-Ziel-Sieg gesprochen werden darf. Über 5200 Funkverbindungen wurden erarbeitet. Das deutsche Team mit Manfred Wolf (DJ5MW) und Stefan von Baltz (DL1IAO) belegen den zweiten Platz. Die deutsche Mannschaft – sie stammt aus Baden-Württemberg – hatte über 4900 Funkverbindungen. Die aus den Funkverbindungen errechneten Punktzahlen ergeben, dass das deutsche Team auch deutlich vor den drittplatzierten Amerikanern Daniel Craig (N6MJ) und Christopher Hurlbut (KL9A) liegt. Craig und Hurlbut gewannen vor vier Jahren in Boston die Weltmeisterschaft. Die slowenische Mannschaft sowie die Teams aus der Ukraine und Bulgarien liegen knapp dahinter.“

Für Frank Neumann aus Brottewitz, der die Stationen im Elbe-Elster-Land – insgesamt fast die Hälfte aller 65 Stationen (zwei Ausweichplätze) – ausgewählt hatte, gehen ereignisreiche Tage zu Ende. „Unglaublich. Manche Teams haben nicht einmal das Zelt verlassen, nicht mal zum Pullern. Und manche waren danach völlig platt und andere so voller Adrenalin, dass sie nicht zur Ruhe kamen.“