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| 17:25 Uhr

Es ist bei den sechs tot gebissenen Jungtieren geblieben
Wolf lässt Plessaer Weide-Kälber in Ruhe

 Ziemlich schutzlos: Auf die nur wenige Tage jungen Kälber des Plessaer Agrarbetriebes hatte es vermutlich der Wolf in den Monaten Mai und Juni abgesehen.
Ziemlich schutzlos: Auf die nur wenige Tage jungen Kälber des Plessaer Agrarbetriebes hatte es vermutlich der Wolf in den Monaten Mai und Juni abgesehen. FOTO: LR / Manfred Feller
Plessa. Hans-Jürgen Richter hat in den zurückliegenden Tagen dreimal aufs Holz geklopft. Der Grund für den Mit-Geschäftsführer der Plessaer Agrar GmbH: Der Wolf hat die weidenden Rinderherden auf den Niederungswiesen der Schwarzen Elster seit dem 16. Juni in Ruhe gelassen.

Bis dahin und seit Anfang Mai waren vermutlich von dem Raubtier mindestens sechs nur wenige Tage junge Kälber des Tochterunternehmens Plessaer Zucht- und Mastrind GmbH totgebissen sowie ganz oder teilweise aufgefressen worden. Regelmäßige Zählungen helfen, den Bestand von etwa 150 Mutterkühen und mehr als 100 Kälbern im Blick zu behalten. „Die Abkalbespitze ist durch“, atmet Hans-Jürgen Richter auf. Das heißt, die meisten Kälber sind inzwischen einige Tage alt und nunmehr kräftig genug, um innerhalb ihrer Herde aktiv Schutz suchen und um sich bei Gefahr bemerkbar machen zu können. Die Tierzüchter nehmen das Angebot des Landesumweltamtes an, sich hinsichtlich möglicher Wolfsschutzmaßnahmen und Fördermöglichkeiten beraten zu lassen.

 Die Mutterkuhherde bietet den Kälbern meistens einen guten Schutz.
Die Mutterkuhherde bietet den Kälbern meistens einen guten Schutz. FOTO: LR / Manfred Feller
(mf)