Die Dachziegel sind vom Dach, aus dem Inneren dröhnt ein Presslufthammer. Die ersten Dachlatten werden demontiert. Das Gebäudeinnere ist fast komplett entkernt.
Vor dem Wohnblock in der Lessingstraße 26 a-c in Bad Liebenwerda fährt ein Kran seinen Ausleger aus, jede Menge Großcontainer stehen für den bald anfallenden Bauschutt bereit.
Die Haus- und Grundbesitzgesellschaft mbH (IGB/HGB), einhundertprozentige Tochter der Stadt, kann loslegen (lassen). „Wir haben mit dem Teilabriss des Wohnblocks begonnen. In er nächsten Woche wollen wir die ersten Geschossdecken vom Gebäude heben“, berichtet HGB-Geschäftsführer Martin Ehring.

Investitionskosten unverändert, da zeitiger Vertragsabschluss

Und sagt auf die Frage nach den Investitionskosten: „Na, 1,4 Millionen Euro, wie schon länger feststehend.“ Was, keine Baupreissteigerung? „Nach der letzten Kostenermittlung Ende Januar nicht mehr. Wir haben die Verträge langfristig geschlossen, die Firmen haben rechtzeitig die Aufträge erhalten und auch schon Baumaterial für das Projekt eingelagert.“
Freilich, ganz ausgeschlossen ist der eine oder andere Euro mehr nicht, wenn ein Haus umgebaut wird. Die HGB hat ein ehrgeiziges Ziel, will das Wohngebiet Dichterviertel deutlich verjüngen. „Dazu müssen wir individuelle Wohnformen anbieten, um junge Familien zu interessieren“, sagt Martin Ehring.

So soll der Wohnblock künftig aussehen

Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss bleiben stehen. Die beiden Etagen darüber samt Dachgeschosswohnungen werden abgerissen. Entstehen werden im jetzigen mittleren Eingang zwei Reihenhauswohnungen als attraktive Option zum Einfamilienhausbau. In den Eingängen links und rechts sind zwei Drei-Raum-Maisonettewohnungen – das sind Wohnungen, die über zwei Geschosse gehen – geplant.