Am 18. Januar 2007 tobt auch im südlichen Brandenburg der Orkan Kyrill. Bei Zobersdorf knicken Masten einer 380-kV-Leitung, Kahla erwischt es besonders hat. Dort werden zahlreiche Dächer abgedeckt. In Bad Liebenwerda fliegt ein Gewächshaus durch die Luft, in Elsterwerda knallt das Dach eines Jugendzentrums auf den Boden. So wie in Dobra knickt oder entwurzelt es jede Menge Bäume. So auch im Wald am Mühlenweg.
Nun, fast 15 Jahre später, soll dort ein Eigenheimstandort für acht neue Häuser entstehen. Die Nachfrage, so Werner Jost, der für die Erbengemeinschaft Schüler die Erschließungsarbeiten koordiniert, ist ungebrochen hoch. Kein Wunder, Dobra gehört zu den rührigsten Orten im Stadtgebiet Bad Liebenwerda, kann mit seiner Lage vor den Toren der Kurstadt, unweit vom Kiessee und mitten im Naturpark punkten. Und ist ein junges Dorf. „Wir haben gerade gemeinsam den zweiten Spielplatz gestaltet, weil wir so viele Kinder im Ort haben“, freut sich Ortstvorsteherin Gudrun Heide.

110.000 Euro stehen bereit für Ausbau des Mühlenweges

Stadtverwaltung und Abgeordnete haben das erkannt und deshalb 110.000 Euro in den Ausbau des Mühlenwegs in den Haushalt eingestellt. Werner Jost: „Die Erschließungsarbeiten haben sich etwas verzögert. Nach Kyrill hatten wir einiges angepflanzt, um einen Mischwald entstehen zu lassen. Jetzt schaffen wir dafür entsprechenden Ausgleich.“
Bis zum Herbst sollen die Grundstücke parzelliert sein, sodass im Zuge des Straßenbaus auch die künftigen Grundstückszufahrten geschaffen werden können. Auch alle Versorgungsleitungen, ein Teil ist bereits verlegt, kommen noch vor dem Straßenbau, der bis zum Neunenweg reicht, in den Boden.