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Wo auch ein Zickzack-Kurs Spaß macht

Bedarf das Foto noch einer Erklärung? – Idylle pur auf der Kleinen Elster zwischen Maasdorf und Winkel. Fotos: Frank Claus
Bedarf das Foto noch einer Erklärung? – Idylle pur auf der Kleinen Elster zwischen Maasdorf und Winkel. Fotos: Frank Claus
Neumühl. Traumhafter Start für die RUNDSCHAU-Sommertouren 2011: Strahlender Sonnenschein, Idylle pur in einem wunderschönen Fleckchen Heimat und dazu auch noch jede Menge neu gesammelte Erfahrungen. Paddeln und Schlauchbootfahren auf Kleiner und Schwarzer Elster muss einfach jeder mal. Von Frank Claus

. Treffpunkt: Schwarze Elster-Anleger in Wahrenbrück. Alles klar machen zum „Einschiffen“. Ruck-Zuck sind die Schlauchboote besetzt, Kaffee, Kuchen, eine „kühle Blonde“ und der ein oder andere „Kurze“ verstaut. Auf geht es flussabwärts in Richtung Neumühl. Teilnehmer der kleinen Seefahrt, meist etwas ältere Leutchen und Gäste mit kleineren Kindern, berichten später: „Wir hatten einen Riesenspaß.“

Die zweite Gruppe setzt sich in Schlauchboote – die „Mannschaftstransporter“ – und fährt bis nach Maasdorf ans „Parkschlösschen“. Dort werden die Boote gewässert. Nach einer kurzen Unterweisung geht es los. Zugegeben, mitunter ein wenig in Zickzack-Linien, dafür aber mit doppelt so viel Spaß. Die erste Sohlgleite, mit der Höhenunterschiede im Fluss ausgeglichen werden, sorgt für freudiges Kreischen.

In temperamentvoller Fahrt geht es hinein in die erste Flussschleife oder gleich hinaus auf die Kleine Elster. Idylle pur empfängt die Paddler. Saftiges Grün, Libellen, Vogelgezwitscher. Im glasklaren Wasser tummeln sich kleine Fische, Enten lassen sich nicht stören. Immer besser kommen die meisten zurecht. Alle bleiben weitestgehend zusammen, Fotoapparate klicken ob der tollen Motive, die sich immer wieder bieten. Längst sind T-Shirts hochgerollt, um Sonne auf die Haut zu lassen. „Hier war ich noch nie“, „da muss man doch wirklich nicht bis in den Spreewald fahren“ und „ich komme noch mal wieder“ – diese und ähnliche Sätze sind immer wieder zu hören.

Inzwischen ist die zweite Sohlgleite passiert. Unter der Brücke der B 101 bei Winkel geht es hindurch. Ab dort wird die Kleine Elster etwas breiter. Trotz dichterer Wasserpflanzen kommt der Trupp aus zehn Paddelbooten gut voran. Das Ziel Schwarze Elster ist erreicht, jetzt geht es auf der langen Geraden direkt hinein in den Kleinen Spreewald samt Kahnanlegestelle bei Wahrenbrück. Die alte Mühle atmet vom Fluss aus noch mehr Geschichte.

Alle aussteigen. Am Elsterwehr bei Wahrenbrück müssen die Boote aus dem Wasser und hinter der Stauanlage wieder hinein. Alle helfen mit – kein Problem. Nur noch wenige Meter und die große Schwarze Elster ist erreicht. Ein erfrischendes Lüftchen begleitet die Wassersportler und gleich farbiger Punkte auf dem Fluss schiebt sich der Tross stetig Richtung Ziel. Von Weitem grüßt der Baukran am Wehr Neumühl. Noch ein, zwei Paddelschläge – geschafft. „Wunderschön!“, ist zu hören, und als Belohnung gibt es Radler, rote Fassbrause, Bratwurst und Schnitzel im „Elsterstübchen“ direkt am Schwarze-Elster-Radweg.