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| 19:00 Uhr

Elsterwerda
Wo Anja Heinrich auf die Tube drückt

Die Bauarbeiten an der B-101-Bahnbrücke mit umfangreichen beidseitigen Straßenanbindungen und unter der Brücke verlaufenden Straßen führen zu Staus.
Die Bauarbeiten an der B-101-Bahnbrücke mit umfangreichen beidseitigen Straßenanbindungen und unter der Brücke verlaufenden Straßen führen zu Staus. FOTO: LR / Frank Claus
Elsterwerda. Straßenbau bestimmt Elsterwerda, aber es gibt auch viele andere Vorhaben, die die neue Bürgermeisterin umsetzen will.

Am Himmelfahrtstag war sie exakt 100 Tage im Amt, Elsterwerdas neue Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU). Und obwohl sie davor seit vielen Jahren als Abgeordnete und Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung quasi auf der anderen Seite der Kommunalpolitik saß und ihr viele Vorgänge in der Stadt gut bekannt sind, gibt sie inzwischen unumwunden zu, dass der Bürgermeister-Job noch einmal eine ganz andere Nummer ist. Die Aufgabenbreite sei enorm, sagt sie. Abschrecken lassen wolle sie sich davon aber nicht.

Vor allem auch, weil sie in der Verwaltung ein gutes Team um sich wisse. Das erklärt sie bei jeder Gelegenheit. Erst recht, nachdem sie sich zu Beginn ihrer Amtszeit intensiv mit allen Mitarbeitern in allen Verwaltungsabteilungen zu Inhalten und Problemen verständigt habe und ihrer „Truppe“ hohe Einsatzbereitschaft bescheinigt.

Wer gegenwärtig durch Elsterwerda fährt, kommt an Straßenbaustellen nicht vorbei. Da ist natürlich zuerst die neue B-101-Bahnbrücke mit ihren komplexen Nebenanlagen. Auch wenn die Staus nerven – wenn alles fertig ist, wird Elsterwerdas Nadelöhr deutlich moderner sein und sogar entsprechende Radwegeanbindungen haben. Oder die im Bau befindliche Ackerstraße, ein lang gehegter Wunsch in der Stadt. Die wichtige innerstädtische Verbindungsstraße soll bis Ende des Jahres fertig sein. Bald wird der Landesbetrieb Straßenwesen mit der Sanierung der Weststraße beginnen. Ungeduldig wird die Bürgermeisterin, wenn es um den Stand der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen und die Ortsumfahrung für Elsterwerda geht. Zu beiden Sorgenkindern hat sie um weitere Erörterungstermine mit den zuständigen Landesbehörden gebeten und auch schon mal angedroht: „Wenn sich beim Hochwasserschutz nicht endlich was dreht, gehen wird notfalls vorm Landtag demonstrieren“ – Worte einer ehemaligen Landtagsabgeordneten, die in Potsdam natürlich eine besondere Nuance bekommen.

Sehr aufmerksam beschäftigt sie sich mit der Gebäudesituation und der Situation des Einzelhandels in der Innenstadt. Bei einem Stadtrundgang hat sie sich von Bauamtsleiter Uwe Schaefer detailliert zu gegenwärtigen Sachständen informieren lassen. Auch wenn die Kommunalpolitik in den freien Markt nur wenig eingreifen könne, die Belebung der Innenstadt und die Zurückdrängung von Ladenleerstand seien ihr ein besonderes Anliegen.

Pflöcke eingeschlagen hat sie bereits mit der Neuaufstellung der einstigen Agreda. Die erhält mit dem „Erntefest der Lausitz“ nicht nur einen neuen Namen, sondern mit dem Gelände rund um das Elsterschloss auch einen neuen Standort. Neue Strukturen wolle sie auch in den Stadtpark bringen. Schritt für Schritt besuche sie gegenwärtig alle Unternehmen und Vereine – beide auf jeweils ihre Weise Rückgrat für die Stadt.

Unheimlich gefreut habe sie sich über die Entscheidung der Kraupaer, sich um den Titel Naturparkgemeinde zu bewerben. „Die haben das Zeug dazu“, sagt sie und sichert die Unterstützung der Verwaltung zu.

Über die Situation in Schulen, Kindereinrichtungen und Senioren-Pflege- und Wohnstätten mache sie sich ebenfalls ein Bild. „Jeder weiß, wie sehr mir der soziale und kulturelle Bereich am Herzen liegen“, sagt sie. „Ohne Druck“ und „auf Augenhöhe“, wie Anja Heinrich meint, würden die Gespräche mit Nachbarkommunen geführt. Besonders mit der Gemeinde Röderland würde es schon sehr intensive Kontakte geben. Kein Wunder, die Röderland-Ortsteile umrahmen die Stadt, die Einwohner sind eng mit Elsterwerda verbunden. Aber auch mit dem Amt Plessa tausche man sich intensiv aus. Auch zum Amt Schradenland wolle sie den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen.

Die Zusammenarbeit mit Bad Liebenwerda im gemeinsamen Mittelzentrum habe sich bewährt, wichtige Entwicklungen würden miteinander beraten.

Bürgermeisterin Anja Heinrich stellt sich Ihren Fragen, liebe Leser:

Diese und weitere Themen sind Gegenstand von „LR vor Ort“ am 7.Juni um 19 Uhr. Zum ersten Mal soll es bei gutem Wetter eine Freiluftveranstaltung im Miniaturenpark Elsterwerda werden. Bei Regen steht das Langhaus zur Verfügung. An der Seite von Anja Heinrich geben der stellvertretende Bürgermeister Ansgar Große und Kämmerin Rica Reinel-Langner ebenfalls Auskünfte.

Der Straßenbau bestimmt Elsterwerda – hier in der Ackerstraße.
Der Straßenbau bestimmt Elsterwerda – hier in der Ackerstraße. FOTO: LR / Frank Claus
LR vor Ort 4c
LR vor Ort 4c FOTO: LR
Anja Heinrich stellt sich am 7. Juni im Miniaturenpark Elsterwerda den Fragen der Einwohner.
Anja Heinrich stellt sich am 7. Juni im Miniaturenpark Elsterwerda den Fragen der Einwohner. FOTO: PR