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| 18:57 Uhr

Fußball-WM
WM-Auftakt mit einem Gruß aus Moskau

WM-Arena im Kurpark Bad Liebenwerda - Grund zum Jubel haben die Fans im Auftaktspiel gegen Mexiko nicht.
WM-Arena im Kurpark Bad Liebenwerda - Grund zum Jubel haben die Fans im Auftaktspiel gegen Mexiko nicht. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Klasse Atmosphäre in der WM-Arena in Bad Liebenwerda – nur die deutsche Mannschaft spielt (noch) nicht mit. Von Frank Claus

WM-Auftakt in Bad Liebenwerda mit einem Videogruß aus Moskau! Die WM-Fahrer Jens Möller, Ronny Weidner (beide Bad Liebenwerda) Patrick Donath (Maasdorf) und Karl-Heinz Reichel (Oschätzchen) grüßen am Sonntag unmittelbar vor dem Anpfiff des Spiels der deutschen Nationalelf gegen Mexiko mit einer Videobotschaft direkt vom Roten Platz und später aus dem Luschniki-Stadion in Moskau die Gäste der WM-Arena in Bad Liebenwerda und Leser der Lausitzer Rundschau.

Ein Auftakt nach Maß in der traumhaft schönen Location: Unter dem Blätterdach des Kurparks zieht die WM-Arena zum ersten Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Moskau am Sonntag etwa 300 Gäste an.

Dabei hat der Spannungsbogen an diesem Nachmittag nicht größer sein können. Bis wenige Minuten vor dem Anpfiff um 17 Uhr schmettern die Blasmusikanten aus Lampertswalde noch ihre schmissige Musik aus der Musikmuschel. Wenige Minuten später heißt es in Windeseile Plätze wechseln. Die zumeist etwas älteren Blasmusikfans machen die Stühle und Bänke frei für das Heer der Fußballfans. Anspannung pur bei Bernd Landmann, der wie  schon zur Public-Viewing-Premiere 2006 für gutes Bild sorgt und Ulf Kluge, der für den Ton verantwortlich zeichnet. Das Team der Villa Nuova, natürlich wieder in WM-T-Shirts, kreiselt – tauscht Kaffeetassen und Kuchenteller gegen gefüllte Biergläser, Pizza und Bratwurst,

Die WM-Arena war noch nie so schön wie in diesem Jahr. Schon den Weg in den Kurpark schmücken Wimpelketten mit den Nationalflaggen aller WM-Teilnehmer. Mehrfach weisen nicht zu übersehende Plakate mit der Aufschrift WM-Arena den Weg. Die Tische auf der Terrasse der ebenfalls WM-stylisch geschmückten Gaststätte sind seit Wochen ausgebucht, für die Plätze davor hat die Crew erst gar keine Reservierungen angenommen. Wer zuerst kommt, hat allerbeste Sicht.

Von einer eigens aufgebauten Spezialbühne prangt in leuchtend grüner Schrift „WM-Arena“, die Tische sind dekoriert, viele Fans kommen in den Trikots der Nationalmannschaft, haben sich die Wangen bemalt, tragen witzige Hüte und Perücken.

Das Spiel freilich löst in der ersten Halbzeit wenig Euphorie aus. Das Gegentor der Mexikaner lässt es ruhig werden in der Arena. „Die Deutschen spielen viel zu pomadig“, hört man zu diesem Zeitpunkt. Während Deutschlands Starensemble so richtig noch kein Fuß auf den Rasen bekommt, schwitzen die Köche. Pizza ist der Renner des Tages.

Eine weitere Grußbotschaft mit Fotos der Bad Liebenwerdaer Moskau-Reisenden trifft ein. Und Ronny Weidner kommentiert in der Halbzeitpause aus dem Luschniki-Stadion: „Zunächst muss man erst einmal sagen, dass hier in Moskau eine sehr friedliche und gastfreundschaftliche Atmosphäre herrscht. Das Spiel an sich ist sehr hitzig mit Chancen auf beiden Seiten. Das Gegentor ist natürlich ärgerlich, aber dafür haben wir die nächsten drei Treffer für Deutschland direkt vor uns im Tor.“ Wird er recht behalten?

Das Spiel läuft wieder. Mit Marco Reus kommt zwar mehr Schwung, aber echte Durchschlagskraft können die Deutschen bei zu vielen eigenen Fehlern nicht entwickeln. Der Reporter spricht es sieben Minuten vor dem Ende aus: „Jetzt wird es langsam knapp.“ Es scheint, als wolle sich das Wetter dem Spiel der Deutschen anpassen. Fängt es gleich an zu regnen?

Es ist ruhig in der Arena. Mit gebannten Blicken wird jede Aktion gebannt verfolgt, jede noch so kleine erfolgreiche Aktion löst ein Raunen aus. Schaffen die Deutschen wenigstens noch das Remis? Es scheint, als wenn in der Arena der Glaube daran schwindet.

Gerade ein Aufschrei - Julian Brandt mit einer Riesenchance. Doch wieder nichts. Der Reporter spricht schon von einer historischen Pleite. Die Nachspielzeit läuft. Aus, Schluss – Niederlage. Nichts mit drei Toren auf das Tor der Bad Liebenwerdaer Moskau-Fahrer!

Pizza, Bier und gutes Bild: Die WM-Arena im Kurpark in Bad Liebenwerda findet viel Lob. „Prima, dass es so was bei uns gibt“, ist zu hören.
Pizza, Bier und gutes Bild: Die WM-Arena im Kurpark in Bad Liebenwerda findet viel Lob. „Prima, dass es so was bei uns gibt“, ist zu hören. FOTO: LR / Frank Claus
Die Abordnung aus Bad Liebenwerda am Sonntag vor dem ersten Gruppenspiel vor dem Luschniki-Stadion mit einem Mexikaner.
Die Abordnung aus Bad Liebenwerda am Sonntag vor dem ersten Gruppenspiel vor dem Luschniki-Stadion mit einem Mexikaner. FOTO: LR / Ronny Weidner