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Straßenbau
Wirtschaftsweg steht Anfang Juni

Mit der GPS-gesteuerten Raupe (Empfänger am Schild) wird das Planum für den Wirtschaftsweg neben der B 101 zentimetergenau angelegt.
Mit der GPS-gesteuerten Raupe (Empfänger am Schild) wird das Planum für den Wirtschaftsweg neben der B 101 zentimetergenau angelegt. FOTO: Manfred Feller / LR
Bad Liebenwerda. Die B 101-Baustelle zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda nimmt wieder Fahrt auf.

Nach dem praktischen Baustart im Dezember und der längeren Pause über den Jahreswechsel geht es auf der Baustelle der Bundesstraße 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda wieder spürbar voran. Der Bagger mit der kräftigen Reißgabel zieht Baumstumpf für Baumstumpf aus dem Boden. „Insgesamt sind es etwa 8000 Stubben“, weiß Bauüberwacher Volker Fuhrmann von der B.i.t. Planungsgruppe Brücken-, Ingenieur- und Tiefbau GbR aus Radebeul. Je nach Witterung soll dieser wichtige Arbeitsschritt bis Ende Januar erledigt sein.

Gearbeitet wird, wenn keine zu starke Schneedecke liegt und die Temperatur nicht dauerhaft unter Minus 5 Grad Celsius fällt zwischen 7 bis 17 Uhr. In diesem Zeitrahmen können die Lkw-Fahrer auch ihre Lenkzeiten einhalten, heißt es.

Ein großer Radlader hievt die schweren Stubben auf die Ladefläche der Lastwagen. Fünf Fahrzeuge pendeln zwischen der Baustelle und dem Tagebau Zeischa. Das Material wird im Bereich der Kiesgrube abgeladen. „Dies ist mit dem Eigentümer und dem Landesbergamt so abgestimmt“, sagt Volker Fuhrmann. Aus dem Wurzelholz entsteht an zutrittsverbotenen Bereichen des Gewässers eine Barriere, die das Betreten der gesperrten Uferbereiche durch Badewillige verhindern soll. Sperrschilder werden immer wieder missachtet. Wer gefahrlos in das Wasser möchte, der soll das Waldbad Zeischa nutzen.

Gleich nach dem Roden der Baumstümpfe wird der Wirtschaftsweg neben der Bundesstraße angelegt. Der Mutterboden wird ebenfalls zur Kiesgrube gefahren und diene dort der späteren Renaturierung des Abbaugebietes durch den Eigentümer.

Der gewachsene Baugrund für die Wirtschaftsstraße neben der B 101 muss lediglich mit einer Walze verdichtet werden, bevor eine bis zu einem Meter starke Kiesschicht aufgebracht wird. Das erledigt sehr genau nach den planerischen Vorgaben eine Raupe. Diese Maschine und weitere Technik wird GPS-gesteuert. Das Nutzen der von Satelliten zur Verfügung gestellten Ortungsdaten spart Zeit und Arbeitskraft. Das aufwendige Programmieren der Maschinen, so der Bauüberwacher, sei ein Grund, warum die Arbeiten erst in der Vorwoche wieder aufgenommen worden waren.

Auf das Erdplanum, von dem fast ein Kilometer des 4,8 Kilometer langen Baufeldes fertig ist, kommen Schotter und zwei Asphaltschichten. Anfang Juni soll die Wirtschaftsstraße stehen, damit der Verkehr darauf rollen kann. Dann nimmt sich die Strabag AG, Gruppe Senftenberg, den dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße vor. Die Übergabe soll Ende 2018 erfolgen.

Kurze Wege für das Baumaterial. Der Kies für den im Bau befindlichen Wirtschaftsweg kommt aus dem nahen Tagebau Zeischa.
Kurze Wege für das Baumaterial. Der Kies für den im Bau befindlichen Wirtschaftsweg kommt aus dem nahen Tagebau Zeischa. FOTO: Manfred Feller / LR
Auch die gerodeten Baumstubben bleiben in der Nähe der Baustelle. Diese werden um das Restloch Zeischa dort abgekippt, wo das Baden verboten ist.
Auch die gerodeten Baumstubben bleiben in der Nähe der Baustelle. Diese werden um das Restloch Zeischa dort abgekippt, wo das Baden verboten ist. FOTO: Manfred Feller / LR