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Büromöbelhersteller
Im Frühjahr Grundsteinlegung bei Reiss

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (2.v.l.) übergibt im Beisein von Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter (l.) den Förderbescheid in Höhe von 7,4 Millionen Euro an die Reiss-Geschäftsführer Gerd Widule und Hans-Ulrich Weishaupt (r.). Beide zeigen die Pläne für die Betriebserweiterung im Gewerbegebiet Lausitz.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (2.v.l.) übergibt im Beisein von Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter (l.) den Förderbescheid in Höhe von 7,4 Millionen Euro an die Reiss-Geschäftsführer Gerd Widule und Hans-Ulrich Weishaupt (r.). Beide zeigen die Pläne für die Betriebserweiterung im Gewerbegebiet Lausitz. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Büromöbelhersteller setzt noch mehr auf Digitalisierung und will 15 neue Mitarbeiter einstellen.

Jetzt soll es Schlag auf Schlag gehen: Am Freitag haben die beiden Bad Liebenwerdaer Reiss-Geschäftsführer Gerd Widule und Hans-Ulrich Weishaupt Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) den Zeitplan zur Betriebserweiterung im Gewerbegebiet Lausitz vorgestellt. Demnach soll im Frühjahr Grundsteinlegung gefeiert werden. Die Halle soll 2018 fertig werden, sodass im Jahr 2019 der Anlagenaufbau und das Einfahren der Maschinen stattfinden kann.

Das brandenburgische Wirtschaftsministerium unterstützt die Erweiterung der Betriebsstätte des Büromöbelherstellers mit mehr als 7,4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Den Zuwendungsbescheid hat Wirtschaftsminister Albrecht Gerber bei seinem Unternehmensbesuch an die Geschäftsführung des Unternehmens überreicht. Hans-Ulrich Weißhaupt erfreut: Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Nun legen wir richtig los.“

 Das Unternehmen investiert 30 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionshalle. Darin soll eine neue Fertigungslinie von der Spanplatte bis zum fertigen Möbelstück aufgebaut werden. Zusätzlich sollen die Holzvorfertigung, die Korpus- und Tischmontage sowie ein Teil des Wareneingangs und der Logistik aus den bestehenden Hallen in die neue Halle verlagert werden. Ebenfalls neu errichtet wird ein automatisiertes Flächenlager, in dem die Bestände transparent verwaltet und damit die Bearbeitungsmaschinen bestmöglich ausgelastet werden. Dadurch sollen Verkehrswege optimiert sowie Material und Zeit gespart werden.

„Dass das Unternehmen in so erheblichem Umfang seinen Produktionsstandort erweitert, ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Büromöbel aus dem Hause Reiss bei den Kunden bestens ankommen. Das ist ein Kompliment für die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zudem ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Brandenburg“, sagte der Minister. Eine 30-Millionen-Euro-Investition komme schließlich nicht alle Tage vor, meinte er zudem anerkennend.

Hans-Ulrich Weißhaupt erläuterte, dass das Unternehmen 15 neue Mitarbeiter einstellen wolle. Die Erweiterung sei auch ein Schritt zu noch mehr Digitalisierung in der Produktion. Deshalb wolle die Firma jetzt einen Verantwortlichen für Schulungen benennen.

Der Minister ermunterte Reiss, das an der BTU Cottbus-Senftenberg neu gegründete Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 für die Weiterbildung des Firmenpersonals zu nutzen.