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Finanzierungskonzept
Wieder Reibungspunkt: Mini-Park

Elsterwerda. "Kein Finanzierungskonzept des Betreibers, kein reelles Geschäftsgebaren, keine genaue Betriebskostenübersicht, unklare Personalzukunft", wenn es um den Miniaturenpark in Elsterwerda geht, läuft Thomas Gehre (Gehre/Piraten) regelmäßig zur Hochform auf. Und bekommt von Helfried Ehrling (AfD) Rückendeckung: "Keinen Euro mehr für den Miniaturenpark. Frank Claus

Der muss privatisiert werden. Ich bin froh, dass die Fördermittelbindefrist 2019 ausläuft."

In seiner neuen Fraktion mit Andreas Franke (parteilos) wird das noch für Debatten sorgen. Der nämlich sieht im Miniaturenpark einer der wenigen touristischen Leuchttürme der Stadt.

Elsterwerdas stellvertretender Bürgermeister Ansgar Große sorgt dafür, dass auch andere Argumente auf den Tisch kommen: "Der neue Betreiber rennt nicht konzeptionslos durch den Park. Die steigenden Besucherzahlen belegen das. Er hat für mehr kindgerechte Angebote gesorgt." Elsterwerdas Verwaltung möchte die Zukunft des Miniaturenparkes über 2019 hinaus sicherstellen, schlägt vor, ab 2018 nicht mehr nur 35 000, sondern 50 000 Euro städtischen Zuschuss zu gewähren und will vor allem eins: Investieren, um das umzusetzen, was von Beginn an geplant war. Weil die Aufenthaltsqualität für Besuchergruppen und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert werden sollen, ist zwar kein zweites Langhaus mehr geplant, aber ein 250 000 Euro teurer Anbau an das jetzige Haupthaus. Die Chancen stehen gut, diese Investition zu 75 Prozent gefördert zu bekommen.

Dass Gastronomie außerhalb der Innenstadt gefördert werden soll, schmeckt Steffen Kunitz (SPD) zwar nicht so recht, am Ende aber stimmen die Abgeordneten des Bauausschusses am Montag mit drei Ja-, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen für die Zukunftsperspektive des Parks. Eins allerdings muss der Betreiber bis spätestens Ende Februar vorlegen: ein konkreteres Wirtschaftskonzept.