Rettungskräfte und Polizei sind am Freitagmorgen um 7:40 Uhr zum Kiessee in Zeischa (Elbe-Elster) gerufen worden. Grund der Eisnsatzes war ein Mann, der beim Baden ein akutes gesundheitliches Problem bekommen hatte.

Die Retter eilten ins Wasser, konnten aber nicht mehr viel ausrichten. „Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsversuche verstarb der 79-Jährige aus Sachsen“, bestätigt Polizeisprecher Lutz Miersch. Wie in solchen Fällen üblich, wurde ein Todesursachen-Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Sechs Badetote in der Region

Seit einigen Wochen häufen sich ähnliche Fälle in der Lausitz. Am Montagmorgen traf es eine Frau an der Badewiese von Eichwege (Dahme-Spreewald). Badegäste hatten sie im Wasser treibend festgestellt und den Rettungsdienst alarmiert. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben allerdings erfolglos.

Am Motzener See im Landkreis Teltow-Fläming starb am 30. Juni ein 88-Jähriger an einer privaten Badestelle.

Einen bewusstlosen Badegast haben Rettungsschwimmer am 30. Juni am Ufer des Olbersdorfer Sees bei Zittau gefunden. Für den 41-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Trotz Reanimationsversuchen konnte ein hinzugerufener Notarzt nur noch den Tod des Zittauers feststellen.

Am 25, Juni hatte es einen tragischen Badeunfall im Senftenberger See gegeben. Ein Bekannter habe noch versucht zu helfen, aber nichts mehr ausrichten können, so die Polizei. Man habe den 53-Jährigen nur noch tot aus dem Wasser bergen können.

Ein 42-jähriger aus Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ertrank am gleichen Tag, als er zum Schwimmen in den Ruppiner See ging. Ein Zeuge habe die Rettungskräfte informiert. Taucher des Deutschen Roten Kreuzes konnten den 42-Jährigen nur noch tot aus dem Wasser bergen.

Ein Segler (55), der am 27. Juni auf dem Borschützer See bei Mühlberg (Elbe-Elster) gekentert war, hat man inzwischen auch gefunden, ebenfalls tot.

Zahl der Badetoten steigt

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mindestens 504 Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen, 100 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der ertrunkenen Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren stieg 2018 um 38 Prozent.

Die Zahl der Badetoten in Brandenburg ist im vergangenen Jahr um rund ein Viertel gestiegen. In Sachsen nahm die Zahl der tödlichen Badeunfälle dagegen um fast ein Drittel ab, auf 24 Fälle.Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich an Flüssen und Seen.