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| 13:41 Uhr

Antrag auf Akteneinsicht und Vortrag
Wie die Stasi im Altkreis Bad Liebenwerda wirkte

Bad Liebenwerda. „Die Leute, die das Haupt heben - registrieren, erkennen und aufklären, um zum gegebenen Zeitpunkt zuschlagen zu können.“ So versucht die Stasi-Kreisdienststelle Bad Liebenwerda noch im Oktober 1989 ein Erstarken der Opposition zu verhindern.

Etwa 360 Inoffizielle Mitarbeiter mit Decknamen wie „M. Weißbach“, „Gitta Goldbach“, „Kasimir“ oder „Falke“ berichten für die insgesamt 40 hauptamtlichen Mitarbeiter über die Situation im Kreisgebiet.

Rüdiger Sielaff, Leiter der Außenstelle Frankfurt (Oder) der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, zeichnet aus den überlieferten Dokumenten des Stasi-Unterlagen-Archivs ein umfassendes Bild der Überwachung und Repression im Kreisgebiet Bad Liebenwerda. Ob Jugendliche, Arbeiter, Kirchenvertreter, Lehrer oder gar die eigene Polizei – jeder konnte ins Visier der Stasi geraten.

Am Dienstag, dem 12. Juni, sind Mitarbeiter der Außenstelle von 14 bis 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Bad Liebenwerda. Bis 17 Uhr werden Interessierte zur Akteneinsicht beraten. Es besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf persönliche Aktensicht zu stellen (Bitte den Personalausweis mitbringen!). Mitarbeiter der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) beraten auch zur Rehabilitierung.

Die Besucher können Musterakten lesen. Kostenfreie Publikationen zu verschiedenen Themen werden angeboten.

Ab 17 Uhr hält Rüdiger Sielaff einen Vortrag über die Tätigkeit der Staatssicherheit im Allgemeinen und im Altkreis Bad Liebenwerda. Der Eintritt ist frei.

(mf)