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| 17:50 Uhr

Interview mit Stephan Creuzburg, Lions-Club-Mitglied und Elbe-Elster-Kulturpreisträger
Bartok, van Beethoven und Brahms in Mühlberg

 Der Lions-Club Elsterwerda-Bad Liebenwerda unterstützt das Konzert am kommenden Sonntag in Mühlberg. Stephan Creuzburg, Club-Mitglied und Kulturpreisträger des Landkreises Elbe-Elster, zeigt das Plakat.
Der Lions-Club Elsterwerda-Bad Liebenwerda unterstützt das Konzert am kommenden Sonntag in Mühlberg. Stephan Creuzburg, Club-Mitglied und Kulturpreisträger des Landkreises Elbe-Elster, zeigt das Plakat. FOTO: LR / Manfred Feller
Die Festspiele Mark Brandenburg kommen am 9. Juni nach Mühlberg. Bei dem Konzert in der Klosterkirche wird Klassik vom Feinsten geboten.

Herr Creuzburg, „BBB Tripelkonzert“ ist ein ungewöhnlicher Name für ein klassisches Musikereignis. Das Ankündigungsplakat halten sie auf dem Foto in den Händen. Was hat es damit auf sich?

Stephan Creuzburg: Dieses Plakat weist auf ein Konzert am Sonntag, dem 9. Juni, um 19 Uhr in der Klosterkirche Mühlberg hin. Dieses Ereignis hat, wie ich finde, eine besondere Aufmerksamkeit verdient.

Mit „BBB“ sind die Komponisten Bela Bartok, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms gemeint. Von denen erklingen die „Rumänischen Tänze“ , das wunderbare Tripelkonzert sowie die Erste Sinfonie.

 Der Klangkünstler Jonas Urbat.
Der Klangkünstler Jonas Urbat. FOTO: Nikolai Marcinwoski / Nicolai Marcinwoski

Was genau wird von Bela Bartok geboten?

Stephan Creuzburg: „Rumänische Tänze“, keine sieben Minuten lang, kenne ich nicht, freue mich aber darauf. Der bedeutende ungarische Komponist, er lebte von 1881 bis 1945, hat auf seinen zahlreichen Forschungsreisen vor allem Liedern aus dem Volke nachgespürt und vielfach als Grundlage für eigene Kompositionen verwendet. Diese sieben Volkstänze vermitteln die Vielfalt und den Reichtum des rumänischen Dorflebens.

 Danae Dörken wird am Klavier verzaubern.
Danae Dörken wird am Klavier verzaubern. FOTO: M. Teschner

Und was bietet Ludwig van Beethoven dem Zuhörer?

Stephan Creuzburg: Sein Tripelkonzert ist hingegen sehr bekannt und gehört zu den Werken, bei denen das Hören viel Vergnügen auslöst. Nicht zuletzt wegen gleich dreier Soloinstrumente. Cello, Klavier und Violine verarbeiten einzeln oder gemeinsam die musikalischen Themen. Die drei jungen Solisten Gabriel Schwabe, Danae Dörken und Tobias Feldmann sind deutschlandweit bekannt und versprechen eine beste Interpretation.

 Gabriel Schwabe ist ein Perfektionist auf dem Cello.
Gabriel Schwabe ist ein Perfektionist auf dem Cello. FOTO: Giorgia Bertazzi

Schließlich kommen auch Sie besonders auf Ihre Kosten.

Stephan Creuzburg: Genau. Die Erste Sinfonie von Johannes Brahms gehört zu meinen Lieblingssinfonien. Er hat in Verehrung zu van Beethoven jahrelang gezögert, mit einer eigenen Sinfonie an die Öffentlichkeit zu treten. Doch dann  hat er ein Meisterwerk geschaffen. Schon wegen des großartiges Themas des vierten Satzes, das so ganz Brahms ist, muss man sie hören.

 Tobias Feldmann wird auf der Violine spielen.
Tobias Feldmann wird auf der Violine spielen. FOTO: Kaupo Kikkas

Von diesem Orchester gespielt, das nun nach Mühlberg kommt, ist ein Kennenlernen der genannten klassischen Werke oder auch das Wiederhören mit Sicherheit ein Erlebnis.

Sie sprechen mit Begeisterung von dem Orchester, das in der Klosterkirche spielen wird. Warum?

Stephan Creuzburg: In der Tat, dieses Orchester hat mich fasziniert, als es im Vorjahr im Schloss Martinskirchen erstmals in der Öffentlichkeit aufgetreten ist. Dieses Residenzorchester Mark Brandenburg, wie es sich nennt, das sind junge Musiker aus ganz Europa, die vorwiegend in Deutschland studiert haben und sich zu einem Orchester vereint haben. Sie verfolgen das Ziel, vorwiegend in Schlössern und Residenzen in unserem Land Brandenburg aufzutreten und damit die so eigene Landschaft mit ihren Denkmalen noch mehr bekannt zu machen.

Den Dirigenten haben Sie bereits erlebt und sind weshalb fasziniert?

Stephan Creuzburg: Manuel Dengler vereint eine hohe Musikalität bis in die Fingerspitzen mit wirkungsvollen, aber wohltuend sparsamen Gesten, denen die Musiker mit Begeisterung folgen. Im vorigen Jahr waren es Streicher, die viel mehr als nur gut waren. Man muss sie gehört haben.

Ich kann also das „BBB Tripelkonzert“ am Pfingstsonntag nur empfehlen, auch wegen der hervorragenden Akustik in der Klosterkirche Mühlberg.

 Manuel Dengler dirigiert die Musiker.
Manuel Dengler dirigiert die Musiker. FOTO: Janine Kühn
(mf)