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Wer ist der Mann, der „Alwine“ gekauft hat?
Siedlung „Alwine“ - wie es weitergeht, bleibt ungewiss

Die Versteigerung der Siedlung „Alwine“ hat fast alle namhaften Medien des Landes beschäftigt. Auch das ZDF „heute journal“ hat berichtet. Screenshot/ZDF/LR
Die Versteigerung der Siedlung „Alwine“ hat fast alle namhaften Medien des Landes beschäftigt. Auch das ZDF „heute journal“ hat berichtet. Screenshot/ZDF/LR FOTO: Screenshot/ZDF/LR
Domsdorf/Berlin. Berliner Käufer kennt Siedlung nur aus dem Internet. Von Frank Claus

Andreas Claus, der Bürgermeister der Stadt Uebigau-Wahrenbrück,  hat am Donnerstagabend in Berlin den Mann getroffen, der am 9. Dezember in einer, von großem medialen Interesse begleiteten Auktion die Domsdorfer Siedlung „Alwine“ erworben hat.

Der Käufer habe gegenüber dem Bürgermeister nochmals um Vertraulichkeit hinsichtlich seiner Person gebeten. Der Mann ist Mitte 50 und kenne die ehemalige Bergarbeitersiedlung „Alwine“ mit ihrer größtenteils maroden Bausubstanz bislang nur aus dem Internet.

Erst in den nächsten Wochen wolle er sich mit einem Freund aufmachen, um seinen neuen, für 140 000 Euro erworbenen Besitz persönlich in Augenschein zu nehmen. Der Mann habe bereits ein Fachwerkhaus saniert, Erfahrungen in der Entwicklung von Wohnungsbaustandorten habe er aber nicht. Andreas Claus: „Ich denke, in einigen Punkten habe ich ihm auch erst einmal die Augen geöffnet, was in der Siedlung geht und was nicht.“ Neubauten seien demzufolge ausgeschlossen.

Andreas Claus berichtet, auf einen sehr sachlichen Menschen getroffen zu sein, der versichert habe, weitere Schritte auch regelmäßig mit der Stadt zu besprechen. Hoffnungen auf schnelle Änderungen oder gar Investitionen in der „Alwine“ scheinen nach jetzigem Stand aber dennoch verfrüht.