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| 11:04 Uhr

Altkreis Bad Liebenwerda
Es werden voraussichtlich 49 Jungstörche ausfliegen

Mögen alle Alt- und Jungstörche die Hitze sowie das hier und da nicht gerade üppige Nahrungsangebot, wie hier bei Großthiemig, gut überstehen. Sie brauchen Kraft und Energie für den baldigen Flug in den Süden.
Mögen alle Alt- und Jungstörche die Hitze sowie das hier und da nicht gerade üppige Nahrungsangebot, wie hier bei Großthiemig, gut überstehen. Sie brauchen Kraft und Energie für den baldigen Flug in den Süden. FOTO: Petra Wießner
Hohenleipisch. Erneut kein gutes Weißstorchjahr im südlichen Altkreis Bad Liebenwerda.

Es ist wieder an der Zeit, dass die ersten Jungstörche ihre Runden drehen, um dann wieder, noch etwas unsicher, auf dem Horst zu landen und sich von den Altstörchen füttern zu lassen.

Bei der überwiegend ehrenamtlichen Kontrolle von 46 Horsten Anfang Mai durch Nabu-Weißstorchbetreuerin Petra Wießner und durch Meldungen von Weißstorchfreunden konnten 28 (Vorjahr 30) besetzte Horste im Altkreis Bad Liebenwerda registriert werden. Es gibt auch eine Neuansiedlung in Borschütz. Leider wurde das Nest, so berichten es Anwohner, durch einen Waschbär geplündert. Demzufolge war die Brut nicht erfolgreich. „Wir hoffen auf das nächste Jahr“, so Petra Wießner.

Ausfliegen werden in diesem Sommer voraussichtlich 49 (Vorjahr 47) Jungstörche. Damit ist es nach 2013 mit nur neun flüggen Jungtieren das viertschlechteste Jahr seit 1993.

Aber es gab erstaunliche vier Viererbruten, weiterhin sieben Dreierbruten, sieben Bruten mit zwei Jungtieren, und zwei Brutpaare zogen nur einen Jungstorch groß. Sieben Horstpaare haben zwar gebrütet, aber keine Jungen großgezogen. In Hohenleipisch kam es durch Horstkämpfe zum Verlust der zwei Jungvögel. Der trockene Sommer fordert seinen Tribut.

In Döllingen versuchten zwei Störche ein Nest auf dem Betonmast der Ortsleitung zu bauen. Es musste durch die enviaM entfernt und der Mast mit Büschelabweisern versehen werden. Ein Nest in der Nähe von Freileitungen stellt eine Gefahr für die Störche dar. Es kommt immer wieder zu Verlusten durch Anflug oder einen Kurzschluss.

Des Weiteren konnten wieder Ringe an den Störchen abgelesen werden. In Prösen brütet ein Paar nun schon das fünfte Jahr gemeinsam. Beide Altstörche sind beringt und zehn beziehungsweise elf Jahre alt.

(mf)