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Weinfest Bad Liebenwerda verliert ein wenig sein Flair

Die Big Band in der ehemaligen Druckerei Aktivist.
Die Big Band in der ehemaligen Druckerei Aktivist. FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda. Täuscht es wegen der unterschiedlichen Veranstaltungsinseln auf dem Marktplatz, dem Rossmarkt und in Beegs Garten – oder waren es wirklich weniger Besucher beim diesjährigen Weinfest am Sonnabend in der Bad Liebenwerdaer Innenstadt? Frank Claus

Dabei gab es durchaus schöne, lauschige Ecken zum Verweilen, zum Beispiel zwischen ehemaliger Volksschule und Kirche, am Reisebüro Belitz, auf dem Rossmarkt und am Dekoladen. Das Konzept, auf dem Marktplatz diesmal dicht gedrängt die Stände und Sitzgelegenheiten aufzubauen, scheint aus geschäftlicher Sicht verständlich – war für die Romantik allerdings nicht unbedingt dienlich.

Die weiterführenden Bereiche der Mittel- und Breiten Straße blieben so abgehängt.

Viele vermissten die im Vorjahr so prächtig gestaltete Fläche von Weinbauer Leonhardt. Sie war der Hingucker. Und das ein Weinbauer sein edles Getränk im Plastebecher anbot, obwohl der Handels-, Handwerks- und Gewerbeverein extra Gläser fürs Weinfest bereitgestellt hatte, gefiel auch nicht allen.

Warum eigentlich lodert kein Holz im Feuerkorb mehr, weshalb laden immer weniger Geschäftsleute mit kleinen Überraschungen in oder vor ihre Läden? Dabei meinten einige, am Abend recht gute Verkaufsumsätze gemacht zu haben.

Nach Zugabe ruft das "Fabrikhallenkonzert" der Big Band. Dort, wo einst die beliebten Abreißkalender gedruckt wurden und der Geruch von Öl und Druckerfarbe noch in der Luft lag, musizierte die Band zugunsten der Orgelakademie und erhielt viel Beifall.