Von Mirko Sattler, Frank Claus und Veit Rösler

Nach gut neunmonatiger Bauzeit wurde am Freitagabend in der Stolzenhainer Kirche kräftig gefeiert. „Fünf Jahre wurde die Baumaßnahme geplant, nun wurde sie realisiert. Geplant war, dass unsere Fassade der Kirche nur neu angestrichen werden soll. Doch bei genauerem Hinsehen stellten die Fachleute  Mängel fest, die unbedingt  mit behoben werden mussten“, weiß Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer.  So wurden Risse, die quer durchs Mauerwerk verliefen,  verpresst und vernagelt sowie das sich über die Jahre zersetzte Fundament des Kirchturmes neu aufgebaut. Die neuerliche Sanierung war nicht die einzige im über 400-jährigen Bestehen des Gotteshauses. „Mitte der 90er-Jahre wurden an unserem Dach Balken ausgetauscht und zu DDR-Zeiten das Fundament im Sockelbereich saniert“, so Voigtländer weiter.

Mit einem Adventskonzert mit den Akteuren Phillip Zeiler und Linda Quellmals wurde nun der Abschluss der Bauarbeiten gefeiert. Trotz des Regens ließen es sich die Gemeindemitglieder nicht nehmen, bei Glühwein und Gulaschsuppe gemeinsam zu feiern. Die letzten Arbeiten wurden noch kurz vor dem Adventskonzert fertiggestellt. Eine Veranstaltungsreihe wurde im Jahr 2017 eingeführt und erfreut sich großer Beliebtheit. Mit bis zu zwei Terminen monatlich locken Pfarrer Voigtländer und der Kirchenrat die Gemeindemitglieder ins Gotteshaus.

Was ist denn hier los? Eine Hunderte Meter lange Autokarawane an der Straße nach Zinsdorf, dicht gefüllte Parkflächen auf der Wiese und im gesamten Schulkomplex – untrügliches Zeichen dafür, dass die Weihnachtsprogramme an der Grundschule „Erich Schindler“ in Wahrenbrück Magnetwirkung haben. Zweimal führen die Schüler ihr Theaterstück, bei dem es diesmal um den Sinn von Weihnachten geht, am Sonnabendvormittag auf. Die Turnhalle ist proppevoll und das Stück echt gelungen. Zum 20. Mal präsentieren sich die Schüler ihren Eltern, Großeltern und Bekannten. Worin liegt er nun, der Sinn von Weihnachten? Im Geschenkewahn? Wie laufen die Tage vorm Fest heute ab? „Mit Arbeit, Stress, wenig Zeit, genervten Eltern, überbordenden Wunschzetteln“, erkennen die Kinder und meinen, dass es dabei doch so einfach wäre, wenn alle mit „Freude, Friede, Fröhlichkeit“ zufrieden wären. Unter Leitung von Iris Wolschke, die sich das Stück in jedem Jahr ausdenkt, und Viola Zerbian wird das Spiel seit dem Schuljahresbeginn geprobt. „Uns ist es wichtig, dass alle Schüler beteiligt sind“, sagt Iris Wolschke. So gibt es vor Beginn des Theaterspiels kurze Darbietungen aller Klassenstufen und am Ende sind alle Schüler beim Schlussbild vereint – mit einem Rap-Song schicken sie die Zuhörer gut gelaunt zum Weihnachtsbasar ins Schulhaus und später in den Advent.

Kahla hat ein neues Wahrzeichen! Zumindest in der Weihnachtszeit. In einer feierlichen Zeremonie ist am Wochenende an exponierter Stelle am Ende der Sichtachse des breiten Dorfangers vor der alten Dorfschule ein neuer Lichterbogen mit Orts- und Weihnachtsmotiven eingeweiht worden. Da das großflächige, etwa drei Meter breite Schmuckstück mit Bildern der tatsächlichen Kahlaer Wahrzeichen Kirche und Bertzit-Turm ausgestattet ist, verfügt Kahla mit dem neuen Lichterbogen über ein Alleinstellungsmerkmal. Die Idee zum Aufbau des Lichterbogens stammt von dem ehemaligen Kahlaer Einwohner Günter Jentzsch, der heute in Michendorf einen Orthopädieschuhmacherbetrieb betreibt. Noch immer bestehen enge Verbindungen in seinen alten Heimatort. Im vorigen Jahr hat er in Beelitz vor der Kirche einen ähnlichen Lichterbogen entdeckt. Dabei wurde die Idee geboren, dass auch Kahla ein ähnliches Exemplar gut stehen würde. Die Hälfte der notwendigen Mittel eines mittleren vierstelligen Betrages stiftete Ideengeber Günter Jentzsch, 2000 Euro kamen aus dem Amtshaushalt und der Rest von einer Kahlaer Familie. Hergestellt wurde der Lichterbogen bei einem Beelitzer Tischlermeister. „Der neue Lichterbogen soll die Dorfgemeinschaft zum Leuchten bringen und ein Licht der Hoffnung sein“, so der ordinierte Prädikant René Herrmann in seiner Einweihungspredigt.