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Advent in Theisa:
Wenn Feuerwehrleute sich Schneewittchen nähern

Liebevoll gestaltet: der Weihnachtsmarkt am Gut in Theisa.
Liebevoll gestaltet: der Weihnachtsmarkt am Gut in Theisa. FOTO: Mirko Sattler
Theisa. Eine rührige Truppe hält Theisas Dorfleben auf Trab. Von Mirko Sattler

Mit weihnachtlichen Klängen und liebevoll geschmücktem Markt auf dem Gut Theisa öffnet am Sonnabend der diesjährige Weihnachtsmarkt im Bad Liebenwerdaer Ortsteil. Das Wetter ist ideal: Winterlich kalt und im Vorfeld hat es sogar ein wenig geschneit. Trotz der Temperaturen lassen es sich Mitglieder des Feuerwehrvereins nicht nehmen, ein Märchen aufzuführen. „Das haben wir uns erst vor ein paar Wochen überlegt“, sagt Robby Gessner, der Chef. Er spielt im Märchen den Prinz aus dem Lande der Ziegelscheunet. Die Akteure halten sich zwar größtenteils an die eigentliche Geschichte, es steckt aber auch viel Improvisation darin. „Ich würde sagen, wir spielen Schneewittchen auf Theisaer Art.“

Wenig später schaut der weißbärtige Mann im roten Mantel vorbei. 50 Kinder bekommen vom Weihnachtsmann eine Überraschung. In den kleinen Beutelchen befinden sich Schokolade und Geschenke im Wert zwischen drei und fünf Euro. Meistens sind es Puzzle oder ein Malbücher. „Die Kinder, die überrascht werden sollen, müssen zwei Wochen vorher angemeldet werden. Momentan haben wir die Höchstgrenze von 50 Kindern erreicht“, erzählt der Vereinschef weiter. Vor zehn Jahren habe diese Aktion mit gerade einmal 13 Kindern angefangen.

 Doch nicht nur der bei den Einwohnern beliebte Weihnachtsmarkt wird von den Floriansjüngern organisiert. Die Vereinsmitglieder vom Feuerwehrverein, von der Feuerwehr selbst und vom Traditionsverein sorgen für ein ausgewogenes kulturelles Leben im Dorf. „Seit 20 Jahren gibt es unseren Verein. Genauso lange organisieren wir schon den Feuerwehr-Pokallauf im Sommer“, gibt Robby Gessner Einblicke. Mit bis zu 600 Besuchern an allen drei Veranstaltungstagen ist dieser Pokallauf eine enorme Herausforderung, der sich die Kameraden und Kameradinnen stellen. Der Weihnachtsmarkt und das Osterfeuer, beide werden seit zehn Jahren veranstaltet, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. „Auch hier müssen wir sagen, dass die Besucherzahl von Jahr zu Jahr steigt. Die Gäste kommen nicht nur aus dem Ort selbst, sondern auch aus der nahen Umgebung“, meint Robby Gessner. Im Vorfeld des diesjährigen Weihnachtsmarktes, welcher immer am zweiten Adventssamstag stattfindet, wurde Ortsvorsteher Karl Schurig offiziell von den mitwirkenden Vereinen verabschiedet. Er erhielt ein Affenbrotbaum, der bekanntlich ewig hält, als Dank für jahrelange Arbeit und als Symbol für noch langes Wohlergehen überreicht.

Weihnachtsmarkt in Theisa FOTO: Von Mirko Sattler