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Weihnachtsmärkte in der Region Bad Liebenwerda:
Vielfältiger Start in die Adventszeit

20. Märchen-Weihnachtsmarkt in Haida – und noch immer schlüpfen viele Einwohner des Ortes in Märchenkostüme und begeistern kleine und große Besucher, die am Sonntag erneut in Scharen gekommen sind.
20. Märchen-Weihnachtsmarkt in Haida – und noch immer schlüpfen viele Einwohner des Ortes in Märchenkostüme und begeistern kleine und große Besucher, die am Sonntag erneut in Scharen gekommen sind. FOTO: vrs1 / Veit Rösler
Bad Liebenwerda. Die Weihnachtsmarkt-Macher zeigen sich mit Besucherresonanz trotz Veranstaltungsfülle sehr zufrieden.

Toller Start in die Adventszeit: Zum großen Schulweihnachtsmarkt in der Grundschule „Erich Schindler“ in Wahrenbrück drängten sich am Sonnabend die Gäste. Liebevoll waren Stände im Schulgebäude und im Freien errichtet worden.  Vor allem Eltern von Kindern aus Uebigau, die zum ersten Mal dieses Fluidum erlebten, zeigten sich begeistert.

Aus Martinskirchen berichtete Simone Mägel vom Förderverein des Barockschlosses am Sonntag um 17 Uhr – das Theaterstück, aufgeführt von der Theatergruppe des Ortes war gerade zu Ende – von sehr gutem Zuspruch und viel Lob über das Programm.

Den 10. Mittelaltermarkt am Haus Winterberg in Elsterwerda-Biehla haben nach Einschätzung der Hausleitung in diesem Jahr noch mehr Gäste als sonst besucht. „Das lag wohl an unserem schönen Programm und auch am Wetter“, meinte Mitarbeiter Ronny Hahn.

War es nun der 22. oder 23. Weihnachtsmarkt in Hohenleipisch? Dieses geschichtliche „Lotterleben“ soll nun ein Ende haben. „Wir konnten nicht nachvollziehen, den wievielten Weihnachtsmarkt wir in Hohenleipisch eigentlich feiern“, berichtet „Spatzenmutti“  Carla Throne. Das Programm konnte sich sehen lassen: Mit dabei die Lobenburger Spatzen mit Gesang, Tanz und Gedichten, Musiker Samuel Hesse aus Dreska und sogar Irische Tänze mit Trainer Julius Lentzsch gab es zu sehen. Einen ersten Weihnachtsmarktrekord versuchte Friedhelm Lindner vom Männergesangverein auf die Beine zu stellen. Insgesamt 100 zum Teil spontan mit Noten ausgerüstete Sänger sollten um den Weihnachtsbaum zum neuen Rekordgesang anstimmen. Tatsächlich gezählt wurden dann sogar über 150 Sänger.

Ob Frau Holle, Rotkäppchen und der Wolf, Sterntaler, der Kater mit den roten Stiefeln, selbstverständlich Schneewittchen und der siebenköpfige Trupp Zwerge, Hexen und Schneemänner, alle waren sie wieder da und auch unzählige Besucher. Der 20. Jubiläums-Märchenweihnachtsmarkt in Haida war am Sonntagnachmittag ultimativer Anziehungspunkt. Viele Einwohner waren in die Kostüme von Märchenfiguren gestiegen. Viele Haidaer hatten im Vorfeld des Marktes ihre Gärten mit Märchenfiguren und Weihnachtsmotiven geschmückt.

Selbst ein Teufelchen durfte nicht fehlen, wie das Original natürlich mit drei goldenen Haaren. Doch Gold und Geld spielen für die Organisatoren des Haidaer Weihnachtsmarktes kaum eine Rolle. Die Marktbesucher spüren an allen Stellen die märchenhafte Ausstrahlung und damit die Anziehungskraft für Familien. Mit diesem Konzept habe man vor 20 Jahren genau ins Schwarze getroffen, meinte Mitorganisatorin Christina Hagen, die diesmal in ihrer Rolle als „Frau Holle“ Kunstschnee schneien ließ.

Mit zwei „offenen Höfen“ war das Angebot beim Weihnachtsmarkt in Uebigau ausgebaut worden. „Wir sehen das heute als kleinen Vorgeschmack auf den 17. Dezember“, so Ortsvorsteher Ulrich Jachmann. Dann sollen sich noch mehr Höfe in der Innenstadt für die Gäste öffnen. „Dort wird es  weihnachtliche Musik, Essen und Getränke sowie kleine historische Informationen zu dem jeweiligen Gebäude geben“, plant Jachmann.

Dass die „Historische Ratssitzung“ auch in diesem Jahr nicht mit Spitzen sparte, war allgemein erwartet worden. „Bitte nicht alles für bare Münze nehmen“, baten die Ratsherren im Vorfeld. „Das hier ist eine Art Kabarett, aber mit nicht unbedingt zufälligen Ähnlichkeiten.“ Neben der Diskussion um die Schlossherberge, die derzeit in der Stadt hohe Wellen schlägt, waren unter anderem auch noch einmal die zurückliegende Schulschließung oder der Antrag auf die Errichtung eines Tierheimes Themen der Sitzung.

Zur Glühweinmeile in Bad Liebenwerda wurde es am Sonntag gegen 17 Uhr so richtig voll in der Innenstadt. Viele in der Stadt verteilte Stände und geöffnete Geschäfte erlaubten einen gemütlichen Sonntagsbummel. Zum ersten Mal machten die Genießertouren mit ihrer mobilen Schauküche auf dem Markt Station. Rösti, Karpfen und original italienische Spaghetti, zubereitet von Michael Ihlo, Koch im Zeischaer „Elstertal“ und dem Team der Villa Nuova, konnten gekostet werden.

Der Wolf und die gestohlenen Kaninchen heißt das Programm der „Lobenburger Spatzen“ auf dem Hohenleipischer Weihnachtsmarkt.
Der Wolf und die gestohlenen Kaninchen heißt das Programm der „Lobenburger Spatzen“ auf dem Hohenleipischer Weihnachtsmarkt. FOTO: vrs1 / Veit Rösler
Die Genießertouren von Tourismusverband Elbe-Elster und Pro agro haben am Sonntag in Bad Liebenwerda Station gemacht.
Die Genießertouren von Tourismusverband Elbe-Elster und Pro agro haben am Sonntag in Bad Liebenwerda Station gemacht. FOTO: Frank Claus / LR
Ideales Glühweinwetter am Sonntag in Bad Liebenwerda. Zur Glühweinmeile wird es gegen 17 Uhr so richtig voll in der Innenstadt.
Ideales Glühweinwetter am Sonntag in Bad Liebenwerda. Zur Glühweinmeile wird es gegen 17 Uhr so richtig voll in der Innenstadt. FOTO: Frank Claus / LR