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| 17:41 Uhr

Im Juni wieder „Radel frei!“
Baurapport am Röder-Wehr bei Würdenhain

Die Widerlager für das Wehr und die Brücke über die Große Röder bei Würdenhain sind gegossen.
Die Widerlager für das Wehr und die Brücke über die Große Röder bei Würdenhain sind gegossen. FOTO: Frank Claus / LR
Würdenhain. In diesem Monat sollen noch die Schütze für die Wehranlage eingehangen werden. Von Frank Claus

Die Konturen der neuen Wehranlage in und über der Großen Röder bei Würdenhain samt Fuß- und Radweg sowie Fischtrepppe sind längst erkennbar. Fest betoniert stehen die vier Widerlager. In den zwei für das Wehr sind die Rahmen zur Montage der Stauschütze bereits eingebaut. Mittels dieser Schütze wird später das Wasser reguliert. Planungsingenieurin Anja Kaussow vom Gewässerverband „Kleine Elster – Pulsnitz“ ist zufrieden mit dem erreichten Baustand und trotzdem ehrgeizig: „Wir wollen schon bis zum 22. Dezember durcharbeiten.“ Denn Ober- und Unterschutz sollen noch eingehangen werden. Gegenwärtig befinden sich die Stahlteile in der Endbehandlung im Werk. Auch zwei Drittel des künftigen Bedienstegs sollen noch fertig werden. „Ich hoffe, das Wetter spielt mit.“ Die Brücke, die nach Fertigstellung Radfahrern und Fußgängern endlich wieder den Übergang über die Große Röder und damit die Weiterfahrt auf dem Schwarze-Elster-Damm gewährleistet, wird im Frühjahr montiert. Es ist eine 1,50 Meter breite Stahlkonstruktion, die mit sogenannten GFK-Profilen belegt wird. Das sind glasfaserverstärkte Kunststoffelemente, längst im Brücken-, Steg- und Rampenbau bewährt. Bis zur geplanten Freigabe im Juni – „wir haben nichts dagegen, eher fertig zu werden“, so Anja Kaussow – müssen noch das Bedienhaus gebaut und viele Meter Kabel verlegt werden. Knackpunkt ist jetzt allerdings der Dammbau. Im Wehrbereich muss der Damm verändert werden. „Was wir jetzt und im Frühjahr überhaupt nicht gebrauchen können, sind erhöhte Wasserstände“, zeigt die Ingenieurin Unwägbarkeiten auf.

Da die Baustelle und das Wehr in die Natur eingreifen, sind Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen vorgeschrieben. Diese sollten sich möglichst in der Nähe des Verursacherortes befinden. Dafür Flächen zu finden, werde allerdings immer schwieriger. In Saathain am Friedhof wurde man fündig. Auf etwa 2000 Quadratmetern kommunalen Landes wurden 258 Gehölze gepflanzt. Die müssen für einen festgelegten Zeitraum auch gepflegt werden. Das beinhalten die Gesamtkosten des Wehrersatzneubaus von 2,7 Millionen Euro. Aktuell würden der Kosten- und der vorgegebene Zeitrahmen eingehalten.