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| 14:53 Uhr

Wozu ein Rodelberg im Sommer gut ist
Wasserrutsche der Feuerwehr fand viele Freunde

Wasser Spiele Spaß erlebten die kleinen und großen Gäste beim Tag der offenen Tür in Plessa Süd. Zwei Pools auf Zeit und eine Wasserrutsche sorgten für Gaudi
Wasser Spiele Spaß erlebten die kleinen und großen Gäste beim Tag der offenen Tür in Plessa Süd. Zwei Pools auf Zeit und eine Wasserrutsche sorgten für Gaudi FOTO: Mirko Sattler
Plessa. Beim Tag der offenen Tür nur Feuerwehr gucken kann jeder. Plessa Süd kann mehr: Wasser Spiele Spaß gab’s zum fünften Mal. Von Mirko Sattler

Einen Tag der offenen Tür einmal in anderer Form veranstaltete die Ortswehr Plessa-Süd der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Plessa. Statt einfach nur Feuerwehr schauen, hieß es für Jung und Alt Wasser Spiel Spaß.

„Zum fünften Mal veranstalten wir unser Fest, was im Volksmund auch als Sommerrodeln bezeichnet wird. Unsere Gäste haben die Möglichkeit, sich in zwei Pools zu vergnügen oder den großen Rodelberg auf der 40 Meter langen Wasserrutsche hinabzugleiten“, erklärt Günter Herrmann von der Wehr aus Plessa-Süd. Der ehemalige Ortswehrchef organisiert das Fest mit Mitstreitern aus der eigenen Wehr und fleißigen Helfern aus dem Ort, ohne die es nicht gehen würde. Vor allem die Kinder hatten mächtig Spaß an der außergewöhnlichen Attraktion. „Unsere Gäste kommen nicht nur aus dem eigenen Ort, sondern aus dem gesamten Amt und den benachbarten Orten wie Hirschfeld, Gröden oder sogar Lauchhammer“, so Herrmann weiter.

Würden für die beiden Pools insgesamt 50 Kubikmeter Wasser geordert, so zapfte man für die Wasserrutsche erst den kleinen Flachspiegelbrunnen, später dann den großen Brunnen an. In regelmäßigen Abständen muss solch ein Löschbrunnen von der Feuerwehr überprüft werden. Und so nutzte man die diesjährige Prüfung gleichzeitig für den Wasserspaß. Selbst Amtsdirektor Göran Schrey war begeistert. „Die Einwohnerzahl hat sich bestimmt heute verdoppelt. Wenn wir dies überall hinbekommen, sind wir gut“, scherzte er. Die fantastische Stimmung und die Idee finde er genial.
Mit diesem Fest wollen die Floriansjünger aus der südlichsten Wehr des Amtes Plessa den Gästen zeigen, dass Jugendfeuerwehrarbeit auch Spaß machen kann. Derzeit sind in dieser Wehr 26 Einwohner organisiert, darunter 15 aktive Kameraden und fünf Nachwuchsfeuerwehrmänner. Hatten die Floriansjünger im letzten Jahr zwölf Einsätze, so wurden sie bis zum Tag der offenen Tür insgesamt fünfmal von der Leitstelle Lausitz in Cottbus alarmiert. In Sachen Ausbildung sind sie auf einen guten Stand. Was den Feuerwehrkameraden Sorge bereitet, ist ihr Fahrzeug. „Unser LF 8/6 auf Mercedesfahrwerk hat nun 25 Jahre auf dem Buckel. Nach dieser Zeit ist es sinnvoll, über ein neues Fahrzeug nachzudenken“, meint Günter Herrmann, der auch stellvertretender Amtswehrführer in  Plessa ist. Die Kameraden hätten gern ein mittleres Löschfahrzeug (MLF). Dieses Fahrzeug hat eine feuerwehrtechnische Beladung einer Löschgruppe (9 Kameraden), hat aber nur eine Kabine für eine Löschstaffel (6 Kameraden). Mit einem Fahrzeugpreis von ungefähr 200 000 Euro liegt es außerhalb des Machbaren für das Amt Plessa. Ein erster Fördermittelantrag wurde 2017 vom Land Brandenburg abgewiesen. „Zwar hält unser Fahrzeug noch gut zwei Jahre. Wir werden dennoch erneut einen Fördermittelantrag stellen“, gibt sich Günter Herrmann optimistisch.