(fc) RUNDSCHAU-Leser Hubert Wendt aus Prieschka waren die umfangreichen Darstellungen zu geplanten Reparatur- und Deichbauarbeiten entlang der Schwarzen Elster und an ihren Nebenflüssen in der Ausgabe vom 18. März teilweise zu unkonkret. Speziell gehe es ihm um die Bad Liebenwerdaer Bereiche.

 So wisse ein Leser nicht, was konkret links- und rechtsseitig bedeutet, da dies ja immer eine Frage der Blickrichtung sei. Die RUNDSCHAU hat im Landesumweltamt noch einmal genauer nachgefragt. Pressesprecher Thomas Frey erklärt einführend, was auch die LR vorausgesetzt hatte: „Die Betrachtung eines Flusslaufes erfolgt aus wasserwirtschaftlicher Sicht immer von der Quelle bis zur Mündung. Wenn also von einem linksseitigen Deich die Rede ist, befindet er sich bei  Blickrichtung Mündung oder in Fließrichtung links.“

Zur weiteren Konkretisierung der Maßnahmen zum Hochwasserschutz Bad Liebenwerda führt er aus: „Zunächst einmal teilt sich die Gesamtmaßnahme in drei Teilvorhaben, da ansonsten die zu genehmigenden Abschnitte zu lang werden würden.“ Je länger die Abschnitte, umso aufwendiger und komplizierter werde ein Genehmigungsverfahren.

Das Teilvorhaben 1 liege dabei auf der linken Seite (in Fließrichtung). Dabei beginne die erste Deichrückverlegung an der Schwarzgrabenbrücke bei Zobersdorf und ende am Abzweig des Mühlgrabens aus der Schwarzen Elster in Höhe des Hauses „Am Elsterdamm 5“. Dort solle auch ein Absperrbauwerk errichtet werden, welches das Einlaufen des Hochwassers in den Mühlgraben verhindere.

Von dort bis zum Auslauf des Mühlgrabens im Bereich Bahnhofsstraße sei die Erneuerung des Deiches an der Schwarzen Elster geplant. Vorgesehen sei eine Spundwand mit Verblendung der sichtbaren Teile. Am Auslauf des Mühlgrabens werde, so das Landesumweltamt, wieder ein Absperrbauwerk notwendig. Im Anschluss an das Bauwerk von der Bahnhofsstraße bis zur Eisenbahnbrücke sei eine Erneuerung des Deiches geplant. Dies solle mit einer geringfügigen Rückverlegung einhergehen.