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Was, wenn im Bus die Blase drückt

Elsterwerda. RUNDSCHAU-Leser Ronald Olm beklagt sich am Anruf-Reporter-Telefon über den Schienenersatzverkehr während der bis Dezember 2017 andauernden Sperrung der Bahnlinie Berlin-Dresden von Hohenleipisch nach Wünsdorf. "Für die zweieinhalbstündige Fahrt werden Busse ohne Toilette eingesetzt, und die Busfahrer können mit Verweis auf den engen Zeitplan keinen Stopp einlegen, damit Fahrgäste anderweitig zur Toilette gehen können", berichtet er. red/fc

Die RUNDSCHAU hat die Kritik an die Bahn weitergeleitet und diese Antwort erhalten:

Das gesamte Konzept inklusive der geschilderten Problematik wurde mit dem Aufgabenträger VBB diskutiert und abgestimmt. Dieser kam zu dem Entschluss, dass aufgrund zahlreicher Umfahrungsmöglichkeiten, die auch in den Infoflyern kommuniziert wurden, die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass ein Fahrgast tatsächlich 2,5 Stunden den Schienenersatzverkehr (SEV) benutzt. Im Fall Hohenleipisch wäre dies also Schienersatzverkehr bis Doberlug-Kirchhain und weiter mit Zug über Senftenberg nach Berlin (Fahrzeit im Bus 30 Minuten). Ein zusätzlicher Halt für Toilettengänge kann nicht realisiert werden aufgrund der engen Anschlusssicherung der Busse in Wünsdorf-Waldstadt (RE5), Doberlug-Kirchhain (RE10) und Elsterwerda (RB31). Ebenfalls bestand die Frage zum Einsatz von Reisebussen, die eine Toilette mit sich führen. Diese bieten jedoch keine Barrierefreiheit und wurden daher verworfen. Dabei ist anzumerken, dass bei der Express-Linie Luckau-Berlin (1,5 Stunden) entsprechende Reisebusse zum Einsatz kommen.