Es ist seit mehreren Jahren ungenutzt, das alte Wohngebäude an der Bahnstrecke Bad Liebenwerda – Falkenberg. Es befindet sich unweit der Landwirtschaftsflächen und Stallanlagen des Landwirtschaftsbetriebes Bieligk.
Um 10.19 Uhr hat die Leitstelle Lausitz am Dienstag Alarm für Feuerwehren der Stadt Bad Liebenwerda ausgelöst. Die Bahnstrecke Bad Liebenwerda – Falkenberg musste für den Zugverkehr gesperrt, die Oberleitungen geerdet werden. Seinen Ausgangspunkt hatte das Feuer nach Schilderungen des amtierenden Verbandsgemeindewehrführers Martin Neumann nach jetzigem Erkenntnisstand in einer direkt angrenzenden Garage. Dann sei es auf das Hauptgebäude übergesprungen und habe sich bis zum Dachstuhl durchgefressen.

Zunächst Suche nach Personen im alten Gebäude bei Bad Liebenwerda

„Wir hatten zunächst Hinweise, dass mitunter auch Personen in dem Gebäude seien. Deshalb haben wir zuerst im Innenangriff versucht, alles abzusuchen“, berichtet er. Dies musste aufgrund der Hitze- und Rauchentwicklung abgebrochen werden. Die Löscharbeiten wurden von außen fortgesetzt. „Ein bisschen unglücklich. Unser Hubsteiger ist gerade zur Wartung. Aber die Elsterwerdaer Kameraden waren mit ihrer Drehleiter zügig da“, berichtet Martin Neumann.
Die Polizei und der Notfallmanager der Bahn sind ebenfalls vor Ort. Gegen 15 Uhr war der Einsatz beendet. Nach Angaben eines Bahnsprechers war die Strecke zwischen Falkenberg und Elsterwerda-Biehla von 10.30 bis 14.30 Uhr gesperrt. Es wurden Busse eingesetzt. Betroffen waren die S4 Markkleeberg-Gaschwitz – Hoyerswerda und die RB49 Cottbus-Ruhland-Falkenberg (Elster).
Zur Brandursache kann momentan nur spekuliert werden. Natürlich macht auch die Runde, dass auch der Feuerteufel wieder zugeschlagen haben könnte. Erst am Sonntag standen kleinere Flächen bei Martinskirchen und Wiederau in Flammen. Die Serie umfasst damit in der Verbandsgemeinde Liebenwerda schon 16 ungeklärte Brände