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Freiraum-Verein gestaltet mit Flüchtlingen ein Wandbild

Der Verein „Freiraum“ hat in Elsterwerda ein beeindruckendes Wandbild mit Porträts Deutscher und von Flüchtlingen geschaffen. Der Verein würde das etwa vier mal zweieinhalb Meter große Bild gern an prominenter öffentlicher Stelle zeigen, hat allerdings noch keinen geeigneten Platz.
Der Verein „Freiraum“ hat in Elsterwerda ein beeindruckendes Wandbild mit Porträts Deutscher und von Flüchtlingen geschaffen. Der Verein würde das etwa vier mal zweieinhalb Meter große Bild gern an prominenter öffentlicher Stelle zeigen, hat allerdings noch keinen geeigneten Platz. FOTO: Ararat Haydeyan
Elsterwerda. Von Frank Claus Von Frank Claus

Es ist ein beeindruckendes Bild geworden, gemalt von etwa 15 Deutschen, Flüchtlingen und ausländischen Mitbürgern, die bereits einen Aufenthaltsstatus erhalten haben. Es zeigt zumeist die Gesichter von Menschen, die in Elsterwerda nebeneinander leben. Einige sind auch frei erdacht. Wer das entstandene Bild aufmerksam betrachtet, merkt, dass die farbig gemalten Porträts Buchstaben und ein Wort ergeben: „Wir“. Dieses „Wir“ soll, so Kerstin Schenkel vom Freiraum-Verein Elsterwerda zeigen, dass das Leben in Elsterwerda vielfältiger geworden ist.

Gern würde sie das etwa vier mal zweieinhalb Meter große Wandbild auch an prominenter öffentlicher Stelle zeigen, „leider haben wir noch keinen Ort gefunden“, sagt sie. Entstanden ist das Bild in Malabenden, unterstützt von Künstler Ararat Haydeyan. Brandenburgs Landesregierung hat die Arbeit der Vereins zur Integration von Flüchtlingen mit 5000 Euro unterstützt – „gut angelegtes Geld“, wie Kerstin Schenkel sagt. Denn der Verein habe bereits einiges auf den Weg gebracht,

So gibt es an  jedem ersten Sonntag im Monat zwischen 12 und 15 Uhr ein inzwischen sehr gut besuchtes syrisches Frühstück. „Wir sind fast immer etwa 25 Leute. Anmelden im syrischen Haus in der Fußgängerpassage ist also günstig“, sagt Kerstin Schenkel. Auch die Nähwerkstatt am Mittwoch und das Handmadecafé am Donnerstag würden sehr gut angenommen. Diese Treffen würden helfen, Vorurteile abzubauen.