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| 17:01 Uhr

Bauplatz Waldstadion Bad Liebenwerda
45 000 Euro für das Waldstadion

Waldstadion Bad Liebenwerda – der Sozialausschuss tagt vor Ort. Der Vereinsvorsitzende Jens Hennig informiert zum Sachstand Fertigstellung Sportlerheim und zum Zustand der Außenanlagen.
Waldstadion Bad Liebenwerda – der Sozialausschuss tagt vor Ort. Der Vereinsvorsitzende Jens Hennig informiert zum Sachstand Fertigstellung Sportlerheim und zum Zustand der Außenanlagen. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Abgeordnete sehen enormen Sanierungsstau an Außenanlagen des Bad Liebenwerdaer Fußballstadions. Von Frank Claus

Das hat überzeugt! Jens Hennig, der Vorsitzende des FC Bad Liebenwerda, hat den Abgeordneten des Sozialausschusses mit Zahlen, Fakten und bei einem Rundgang nahegelegt, weshalb im Waldstadion dringend etwas passieren muss. Dabei hat sich so mancher Abgeordnete vorher gefragt: 45 000 Euro, ist das nicht ein bisschen viel? Spätestens nach dem Rundgang stand fest, dass die beantragten Mittel angesichts des Instandhaltungsstaus im Außengelände eher noch knapp bemessen scheinen.

Problem Geländer: Die Betonpfosten und Teile der Geländerrohre sind so marode, dass die vom DFB für den Spielbetrieb geforderte notwendige Sicherheitsumrandung in sich zusammenfällt. Generationen von Fußballern „so auch ich“, wie Jens Hennig meinte, haben Pfosten und Rohre gestrichen. „Doch irgendwann fallen sie halt auseinander.“

Problem Treppen: Um Klartext zu sprechen – eigentlich müssten die am Hang auf der Tribünenseite gesperrt werden. Hat schon die Tritthöhe nie gestimmt, kommt nun dazu, dass die Stufen kippeln.

Problem Zuwegung: Wer vom unteren auf den oberen Sportplatz gelangen will, sollte singen können: „Ich hab’ noch Sand in den Schuhen aus Hawaii“. Weicher Sand wird für Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer zur Herausforderung.

Problem Baumbewuchs: Der hat zwei Facetten. Die Sturmereignisse der vergangenen Monate haben zu enormem Windbruch geführt, der beräumt werden muss. Bis heute sind die Zuwegungen zwischen oberem und unterem Sportplatz noch von Stubben übersät. Dazu kommt, dass am oberen Sportplatz Sträucher und Bäume fast bis ins Spielfeld hineinragen. „Kinder müssen im Gebüsch suchen, um die Bälle wiederzufinden. Ich bin froh, wenn ich nach dem Training abends immer alle wiederbekomme. In der Dunkelheit will keiner im Gebüsch rumkriechen“, so Jens Hennig. Dort ist in der Vergangenheit versäumt worden, einen etwa fünf Meter breiten Sicherheitsstreifen von Bewuchs freizuhalten. Das soll nach Abschluss der Vegetationsperiode schnell geschehen. „Aber bitte informiert die Anlieger“, so der Abgeordnete Johannes Berger, „nicht dass die denken, wir holzen den Wald ab.“

Der Sozialausschuss hat einstimmig den 45 000 Euro für das Haushaltsjahr 2019 zugestimmt. Das letzte Wort hat die Stadtverordnetenversammlung am 19. September.

Die Abgeordneten als Testpersonen. Ihr Kommentar: Die Treppe ist echt abenteuerlich. Hier muss was passieren.
Die Abgeordneten als Testpersonen. Ihr Kommentar: Die Treppe ist echt abenteuerlich. Hier muss was passieren. FOTO: LR / Frank Claus
In der legendären Kabine 5 des alten Sportlerheims. Weil im neuen Domizil bestimmte Funktionsräume vergessen wurden, soll die Kabine erhalten bleiben.
In der legendären Kabine 5 des alten Sportlerheims. Weil im neuen Domizil bestimmte Funktionsräume vergessen wurden, soll die Kabine erhalten bleiben. FOTO: LR / Frank Claus
Jens Hennig überzeugt mit Herz für den FC und sachlicher Analyse.
Jens Hennig überzeugt mit Herz für den FC und sachlicher Analyse. FOTO: LR / Frank Claus
Eine Zumutung ist der Aufgang vom unteren zum oberen Sportplatz.
Eine Zumutung ist der Aufgang vom unteren zum oberen Sportplatz. FOTO: LR / Frank Claus