(fc) Die Zuckerfabrik in Brottewitz steht vor ihrer letzten Rübenkampagne. Das hat die Südzucker AG für diesen Standort, den in Warburg (NRW) sowie zwei Werke in Frankreich und eins in Polen im Februar entschieden. In Brottewitz ist für die Mitarbeiter inzwischen ein Sozialplan ausgehandelt, hat es erste Beratungen zur Arbeitsvermittlung gegeben.

Nur bei einem Schritt kommt man momentan nicht weiter: Bei der Nachnutzung des Areals. „Die Unternehmensleitung hat sich vorbehalten, darüber selbst zu befinden“, so Jens Zwanzig, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, am Mittwochabend im Kreisentwicklungsausschuss. Man habe das Unternehmen gebeten, ein Exposé zu erstellen und zu signalisieren, wenn man Unterstützung bei der Standortvermarktung wünsche. „Erst dann können wir wirklich tätig werden“, so Jens Zwanzig. Momentan lägen ihm keine Interessensbekundungen vor.

Unterdessen droht ein anderes, baurechtliches Problem. Der Bestandschutz erlösche, wenn die Firma ihre Tätigkeit einstelle und eine weitere industriell-gewerbliche Verwendung unter neuer Nutzungsart erfordere eine Neubewertung. Die Produktion in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung werde auf jeden Fall problematisch, so Frank George, Amtsleiter des Kreisbauamtes.

Angekündigte Schließung von Südzucker-Fabrik in Brottewitz Zuckerwerker wie heiße Kartoffeln?

Brottewitz

Mühlberg