Es ist ein Jammer. Die ansehnliche Klosterkirche in Mühlberg offenbart bei genauerem Hinsehen einen enormen Sanierungsbedarf – wenn einiges auch schon getan worden ist. Der Ziegelbau aus dem 13. Jahrhundert braucht dringend mehr finanzielle Unterstützung.

Ein Beispiel: Etwa ein Drittel der insgesamt 35 Fenster muss restauriert werden. Mehr als 50 000 Euro sind dafür veranschlagt worden. Da das Geld nicht vorhanden ist, muss scheibchenweise vorgegangen werden. Zwei Fenster sind fertig. Kosten: etwa 3500 Euro. Die nächsten zwei, etwa sechs Meter mal 90 Zentimeter großen, bunten Bleiglasfenster im Chor der Kirche sind kürzlich ausgebaut worden. Die rahmenlosen Segmente waren mehr als 100 Jahre nach ihrem Einbau derart instabil, dass sie abzurutschen drohten. Durch Fensterhöhlen eindringende Feuchtigkeit und die bevorstehende Winterkälte kann das Haus gar nicht gebrauchen.

Die 16 000 Euro für die zwei weiteren Fenster sind nach Auskunft von Ulrike Fedke von der Verwaltungsleitung des Klosters gerade so zusammengekommen. Das Denkmalamt habe einen weiteren Zuschuss abgelehnt. Dafür sind die Sparkassenstiftung und der Förderverein des Klosters eingesprungen. Der Rest sind Eigenmittel und Spenden. Wieder hergerichtet werden die Fenster bei der Firma Glaskunst in Weinböhla. Weitere zwei Fenster müssen anschließend restauriert werden. Sie tragen die Wappen der regionalen Städte.

Immer wieder schaut Pater Alois Andelfinger in der Kirche besorgt auf die Bausubstanz. „Die Risse in der Decke nehmen zu“, stellt er fest. Es sind einige Maurer- und Putzarbeiten auch an den Wänden erforderlich. Einfach so loslegen, gehe nicht. Der Denkmalschutz habe ein Auge drauf. Dabei wäre es für einen Maurer kein Problem, wenigstens das „ausgefranste“ Mauerwerk im Bereich der Außentür zu sichern.

Spenden bitte auf das Konto des Vereins Ökumenisches Haus der Begegnung und Stille, Sparkasse Elbe-Elster, Kennwort: Klosterfenster, IBAN DE28 1805 1000 0201 0116 54.