Die Liste der erfolgreichen Teilnehmer des Elsterwerdaer Gymnasiums umfasst 18 Schüler: Ann-Christin Alt, Ricardo Bragulla, Roy Burghardt, Markus Engelmann, Manfred Klaus, Tommy Kubica, Loreen Lehmann, Merlin-Michael Menzel, Dennis Michalek, Lisa-Marie Nerger, Mandy Richter, Julia Schlegel, Marcel Schlegel, Stephanie Seidel, Nico Strauch, Mathias Wanitschka, Virginia Weidhaas und Christoph Wuttke. Alle haben in diesem Jahr das "Physik am Samstag"-Diplom für mindestens vier Vorlesungsteilnahmen erworben.

"Die TU schickt das Diplom nach Abschluss der Veranstaltungen an die jeweilige Schule. Wir bekommen es dann ausgehändigt und können es für Bewerbungen oder ähnliches nutzen. Außerdem bringt es uns eine Eins in Physik ein", erklärt Lisa-Marie Nerger. Die 18-Jährige nahm bereits im vergangenen Jahr an den Dresdner Vorlesungen teil. "Und auch im nächsten Jahr könnte ich mir vorstellen, erneut hinzufahren."

Virginia Weidhaas aus Kraupa denkt ebenfalls über eine erneute Teilnahme nach: "Ich denke schon, dass ich noch einmal mitmachen werde." Auf die Idee an der Veranstaltungsreihe teilzunehmen, brachte die Jugendlichen ihr Lehrer im Leistungskurs Physik, Dr. Michael Lücke. "Er informierte den Kurs, dass so etwas an der TU Dresden angeboten wird. Anschließend entschieden wir uns für eine Teilnahme, trugen uns ein und fuhren mit dem Zug per Fünfer-Ticket zu den Vorlesungen", erinnert sich Virginia Weidhaas. Das Angebot der Universität beschränkte sich an den Samstagen jedoch nicht nur auf Vorlesungen, sondern bot auch Einblicke in ungewöhnliche Experimente und gab den Schülern die Möglichkeit sich an Ständen über künftige Studienrichtungen zu informieren.

"Am interessantesten fand ich in diesem Jahr das Thema ,Wie funktioniert Kernspintomographie?'. Es war beeindruckend zu erfahren, was man mit dieser Technik alles machen kann", erzählt die 16-Jährige Kraupaerin. Christoph Wuttke aus Elsterwerda fand eher das Thema "Die dunkle Seite des Universums" am spannendsten. "Dabei wurde die Entstehung des Universums näher beleuchtet und sowohl dunkle Materie und dunkle Energie vorgestellt", meint der 16-Jährige. Dass man einen Samstagvormittag auch anders nutzen könne, weiß er. "Aber wir interessieren uns ja für die Physik, und außerdem ist es lustig, mal so etwas mit seinen Kumpels zu unternehmen." Andererseits könne sich die Teilnahme auch in anderer Weise auszahlen. "Bei jedem Vortrag gibt es ein Quiz, bei dem man am Ende Preise gewinnen kann. Wer an allen fünf Vorlesungen teilnimmt, kann an der Endverlosung teilnehmen. Diesmal hat Marcel Schlegel sogar den ersten Preis, einen Laptop, gewonnen."

Ebenso wie Christoph Wuttke nennt auch Dennis Michalek Physik sein Lieblingsfach. "Es hat sich wieder einmal gelohnt, nach Dresden zu fahren. Man nimmt immer etwas aus den Vorlesungen mit und bekommt zusätzliche Informationen zu Themen, die später im Unterricht eine Rolle spielen. So weiß man oftmals schon vorher über wichtige Zusammenhänge Bescheid", erklärt der 16-jährige Bad Liebenwerdaer.

Bedauerlich fanden die Jugendlichen, dass sie nach den Vorlesungen nicht noch persönlich Experimente durchführen konnten. "Wir mussten uns beeilen, um wieder zum Bahnhof zu kommen", sagt Dennis Michalek. Aber ein Erlebnis war es allemal, da sind sich alle Schüler einig. Und auch darin, dass die Technische Universität Dresden im nächsten Jahr erneut mit dem Elsterschloss-Gymnasium rechnen kann.