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Vom Sorgen

Wir sorgen uns um vieles: Werden unsere Kinder einen guten Weg ins Leben finden? Kann ich meine Arbeit behalten? Ist mein Partner treu? Ich fühle mich so ausgelaugt. Hoffentlich werde ich nicht krank! Die Politik – oh! Wie können wir mit so vielen Fremden leben? Bleibt unsere Heimat von Gewalt verschont? Jetzt kommt die Wahl.

Wähle ich richtig? Und so weiter.

Der Spruch für die beginnende Woche heißt: "Alle eure Sorge werft auf ihn (Jesu), denn er sorgt für euch." (1. Petrusbrief 5,7) - Wenn das so leicht ginge! Wer in Not war, wird es sicher schon probiert und festgestellt haben, dass das schwer ist. Werfe ich die Sorge nur weg, kommt sie wie ein Bumerang zurück, schleudere ich sie hinter mich, so holt sie mich ein und krallt sich fest. Die Sorgen können mich umgarnen und wollen mein Leben beherrschen. Werfen kann ich sie nur, wenn ich sie abgestreift habe. Ich versuche, sie zu einem Knäul zu bündeln. Erst dann geht das, das Werfen.

Auf Jesus soll ich sie werfen und sie ihm überlassen. Er will sie auffangen und in Fürsorge verwandeln. Versuchen wir einmal, den Kern unserer Sorgen zu ergründen. Die Schriftform kann helfen, auch ein Gespräch mit einem guten Freund. Formulieren Sie Ihre Sorgen zu einem lauten Gebet. So entlassen wir alle Sorge aus unserem Herzen und werfen sie dem Herrn zu, der für uns sorgen kann.

Sorgen wegwerfen ist eine Sache der Übung, am besten der täglichen Übung. Also fangen Sie gleich heute damit an, dann werden Sie allmählich frei, auch für die, die ihre nächsten Mitmenschen sind.

Ulrike Heinrich,

Gemeindepädagogin i.R.

aus Bad Liebenwerda