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| 12:22 Uhr

Straßenbau in Bad Liebenwerda
Visionen zur Umgestaltung der Dresdner Straße in der Kurstadt

Der endgültige Ausbaustand sieht eine 6,50 Meter breite Fahrbahn vor, beidseitig Gehwege, einseitig Parktaschen und Bäume.
Der endgültige Ausbaustand sieht eine 6,50 Meter breite Fahrbahn vor, beidseitig Gehwege, einseitig Parktaschen und Bäume. FOTO: Ingenieurgesellschaft Hoffmann u
Bad Liebenwerda. Nach Fertigstellung der B-183-Ortsumfahrung Aufwertung für einer der Haupteinfahrtstraßen. Von Frank Claus

Etwa 6000 Fahrzeuge, darunter viele Lkw, rollen gegenwärtig aus Richtung Elsterwerda und Finsterwalde kommend im Abschnitt zwischen Ortseingangsschild und Bahnschranken in Bad Liebenwerda durch die Dresdner Straße. Nach Freigabe der B-183-Ortsumfahrung im September/Oktober sind es laut den Analysen des Ingenieurbüros Hoffmann und Leichter etwa 1500 weniger. Übrig bleibt im Wesentlichen Pkw- und Lkw-Lieferverkehr.

Schon jetzt macht sich die Stadt Gedanken, wie die wichtige Einfall­straße in die Stadt weiter aufgewertet werden kann. Dabei wird in zwei Schritten gedacht – eine kurz- und eine langfristige Lösung. Die Hoffnung der Einwohner, dass Land und Bund nach Freigabe der Ortsumfahrung auf eigene Kosten die Noch-Bundesstraße sanieren, zerstreut Bürgermeister Thomas Richter schnell. „Wir können nicht davon ausgehen, dass uns das Land die Straße saniert“, hat er den Abgeordneten mitgeteilt und auch die Begründung von Bund und Land: „Ihr erhaltet doch schon eine fast 33 Millionen Euro teure Ortsumfahrung.“ Dabei, so das Stadtoberhaupt, hätten Land und Landesbetrieb mehrfach signalisiert, Unterstützung bei der Fördermittelakquise zu geben. „Das ist viel wert“, sagt der Bürgermeister, der sich am Runden Tisch, der am Freitag zum Thema Verkehr wieder im Rathaus stattfindet, nähere Informationen erhofft und weitere Details besprechen will.

Die Dresdner Straße wird nach Freigabe der Ortsumfahrung von der Bundes- zur Kommunalstraße abgestuft und somit ihre überregionale Bedeutung verlieren. Dennoch bleibe sie recht ordentlich frequentiert. Knackpunkt ist nicht nur der zerschlissene Straßenbelag. In weiteten Teilen gibt es marode beziehungsweise unbefestigte Gehwege. Autos parken seitlich auf dem Sand. Fußgänger müssen sich dort an den Fahrzeugen vorbei schlängeln. Vor allem im Abschnitt zwischen Schranken und Waldstraße kann man sich schon mal „die Beine brechen“.

Das Ingenieurbüro hat sich intensiv mit der Dresdner Straße beschäftigt und zwei Lösungen vorgeschlagen. Klare Festlegung: Die Straße behält auf beiden Seiten Gehwege. Die kurzfristig machbare Variante sieht die Ertüchtigung der Gehwege, die Einrichtung von Parktaschen und das Anpflanzen von Bäumen vor. Radfahrer sollen zunächst in durch Markierungen abgesicherten Bereichen fahren.

So könnte die Zwischenlösung aussehen: Je zwei 1,50 Meter breite Rad-Schutzstreifen und eine 4,50 Meter breite Kernfahrbahn.
So könnte die Zwischenlösung aussehen: Je zwei 1,50 Meter breite Rad-Schutzstreifen und eine 4,50 Meter breite Kernfahrbahn. FOTO: Ingenieurgesellschaft Hoffmann u

Die langfristige Lösung umfasst einen grundhaften Ausbau der Straße, vermutlich einschließlich ihrer in der Erde verlegten Kanäle. Technologisch bleibt freilich abzuwägen, wo welcher Arbeitsstand erreicht werden sollte, um beim endgültigen Ausbau nicht bereits Fertiggestelltes wieder aufnehmen zu müssen.

In der endgültigen Variante wird der Radverkehr mit dem fließenden Verkehr mitgeführt. In dieser Variante gebe es die wenigsten Unfälle, da Kreuzungspunkte zwischen motorisierten Fahrzeugen und Radlern weitgehend entfallen.

„Wir möchten so schnell wie möglich auch in der Dresdner Straße deutlich werden lassen, dass Gäste und Einheimische hier ins Zentrum einer Kurstadt einfahren“, sagt der Bürgermeister und erntet Unterstützung der Abgeordneten.