ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:37 Uhr

Viel Interesse an HausLeben in Bad Liebenwerda

Beim Vortrag von Dr. Stephan Kreher blieb kein Stuhl frei.
Beim Vortrag von Dr. Stephan Kreher blieb kein Stuhl frei. FOTO: bae1
Bad Liebenwerda. Es ist alles andere als ein angenehmes Thema – doch laut Statistik muss sich fast jeder Zweite in seinem Leben mit der Diagnose Krebs auseinandersetzen. Viele Ängste und Unsicherheiten sind mit der Erkrankung verbunden, doch nicht alle sind berechtigt, wie Dr. Karsten Bär/bae1

Stephan Kreher am Sonnabend bei seinem Vortrag beim Tag der offenen Tür im HausLeben Kurstadtregion Elbe-Elster in Bad Liebenwerda ausführte.

Der in Bad Liebenwerda niedergelassene Onkologe stellte klar, dass die Medizin auch in Bezug auf Krebs viele Fortschritte gemacht habe und immer noch macht. Das reicht vom verbesserten Screening, das zum frühzeitigen Erkennen beginnender Erkrankungen beiträgt, bis zu zielgerichteten Therapien, die exakt auf Krebsart und Patient abgestimmt sind. Sehr großes Augenmerk lege man jedoch inzwischen auch auf die begleitende Behandlung. "Die Betreuung von Tumorpatienten ist mehr als Tumortherapie", so Kreher. Es gelte, den Patienten sowohl physisch zu stabilisieren, als auch Angst- und Stress abzubauen, zu sozialen Aspekten zu beraten und die Betreuung der Angehörigen sicherzustellen. Derartige begleitende Angebote zu offerieren, ist HausLeben in Bad Liebenwerda angetreten.

Und gemessen am Zuspruch, den der Tag der offenen Tür im HausLeben erhielt, ist das Interesse an diesen Angeboten enorm. Dies zeigte sich nicht nur während Dr. Stephan Krehers Vortrag, bei dem kein Platz unbesetzt blieb - und sogar noch zusätzlich Stühle in den Vortragsraum gebracht werden mussten. Klangschalentherapie, Intuitives Malen, Tanzyoga und andere Angebote konnten ausprobiert, Gespräche geführt und Informationen eingeholt werden. Auch Partner, wie der Pflegestützpunkt Elbe-Elster, der künftig einmal monatlich im HausLeben Beratungen anbietet (erstmals am Dienstag, 17. Januar), konnten sich dem interessierten Publikum präsentieren. Unter den Besuchern habe es sowohl solche gegeben, die die Angebote von HausLeben bereits nutzen, als auch solche, die sich ein eine erstes Bild machen und Informationen sammeln wollten, sagt Beate Wolfsteller, Projektleiterin von HausLeben, die sich sehr zufrieden mit der Resonanz zeigte. Dabei zeigten nur von Krebs Betroffene und ihre Angehörigen Interesse. Mit Freude konnte zudem eine weitere Spende entgegengenommen werden: Die neuapostolische Kirchengemeinde von Falkenberg hatte für HausLeben gesammelt und übergab 400 Euro. HausLeben finanziert sich ausschließlich über Spenden und Zuwendungen.