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Verschenkte Lebenszeit

Es gibt Pendler, die sagen, dass sie während der Rückfahrt von der Arbeit in Bus, Zug oder Auto abschalten und herunterkommen vom Alltag. Dann bin ich wohl täglich mit der B 169 auf der falschen Strecke unterwegs – mit lästigen Transitlastern, die auf die Autobahn gehören, und kamikazeartigen Lückenspringern, die auf Gedeih und Verderb vorankommen wollen.

Für mich ist das Pendeln verschenkte Lebenszeit. Es belastet zudem Familien, die Umwelt und ist teuer. Die steigende Anzahl der Pendler ist auch ein Indikator dafür, dass der Aufholprozess nach der einst fast flächendeckenden Deindustrialisierung noch sehr lange dauern wird.