Rasenfetzen hängen an der Frontpartie des Opel, das Heck ist ebenfalls beschädigt. Die Airbags sind aufgegangen, der Boden des Fahrgastraumes trieft voller Wasser. Kein gewöhnlicher Unfall, der sich da am Sonntagabend nahe Prieschka ereignete.
Was war passiert? Polizeibeamte beabsichtigten am Sonntagabend kurz nach 22.30 Uhr, einen Pkw auf der Landstraße zwischen Reichenhain und Prieschka nahe Bad Liebenwerda zu kontrollieren. Dessen Fahrer flüchtete jedoch mit hoher Geschwindigkeit, kam in einer Kurve von der Straße ab und durchbrach mit dem Auto einen Grundstückszaun. Wieder auf die Landstraße gelangt, kam er erneut von der Fahrbahn ab und durchfuhr einen Straßengraben, um seine Flucht auf einem angrenzenden Feld fortzusetzen.
Sowohl Front als auch Heck des Fahrzeuges sind nach dem Fluchtversuch vor der Polizei am Sonntag nahe Prieschka erheblich beschädigt worden.
Sowohl Front als auch Heck des Fahrzeuges sind nach dem Fluchtversuch vor der Polizei am Sonntag nahe Prieschka erheblich beschädigt worden.
© Foto: Frank Claus

„Stunt“ über den Graben nicht geschafft

Vor einem weiteren Entwässerungsgraben reduzierte der aus der Elbe-Elster-Region stammende Fahrer seine Geschwindigkeit nicht und das Fahrzeug hob ab, um anschließend mit der Front auf die gegenüberliegende Uferböschung zu stoßen. Bei seiner weiteren Flucht zu Fuß wurde er schließlich von den Beamten gestellt.
Als Grund für die Flucht gab der 50-Jährige an, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Gegen ihn, so ein Polizeisprecher, wurden die entsprechenden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Verletzt wurde niemand. Das Auto war mit einem Schaden im fünfstelligen Eurobereich nicht mehr fahrtüchtig. Für den Abschleppdienst wurde das Aufladen des Pkw auch zu einer kniffligen Angelegenheit. „Uns blieb nichts anders übrig, als das Fahrzeug durch den Graben zu ziehen. Mit dem Kran sind wir nicht ran gekommen“, meinte der ADAC-Helfer.