Die Bürgerinitiative „Keine Nordumfahrung Kahla – Plessa B 169“ macht weiter Dampf. Mittlerweile künden mehrere leuchtend gelbe Transparente in den betroffenen Orten davon, dass die vom Land und den Planern der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) favorisierte Nordvariante unerwünscht ist. „Der zu schützende Mensch wird hier überhaupt nicht beachtet“, unterstützt der Plessaer Bürgermeister Gottfried Heinicke die aufgebrachten Einwohner vor allem aus den Siedlungen „Heimat“ und „Waldeslust“. Letzteren soll eine dreistreifige Bundesstraße mit Lärmschutzwand in den Garten gesetzt werden.

Unterschriften gegen die Nordtrasse von Plessa

Um ihren Protest zu bekräftigen, sammeln die Bürgeraktivisten derzeit Unterschriften. Die Listen liegen nirgendwo aus. Vielmehr ziehen Mitglieder der Initiative klingelnd durch die Straßen der Umfahrungsanrainer. Die Resonanz sei sehr gut. „Am 29. Januar wird ausgezählt“, sagt Hans-Jürgen Schröder, einer der drei Sprecher der Bürgerinitiative.

„Waldeslust“ soll gerettet werden

Anschließend werden die Listen an das Brandenburger Verkehrsministerium geschickt. Dieses und die Deges-Planer zeichneten bis zum jetzigen Stand der Vorplanung verantwortlich. Die Unterlagen zur Linienbestimmung lägen nun beim Bund. Mit der Unterschrift wäre das Ende von „Waldeslust“ mit seinen 30 Bewohnern besiegelt. Dies solle verhindert werden.
Laut der Bürgerinitiative rollt am 30. Januar um 14 Uhr der rbb-Robur nach „Waldeslust“. Das ganze Land werde von dem Problem erfahren, heißt es..