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| 02:35 Uhr

Verfolgungsjagd in Elbe-Elster

Nur einer der Krähenfüße in den Reifen eines Busses. Mehr als zehn Fahrzeuge sind so lahmgelegt worden.
Nur einer der Krähenfüße in den Reifen eines Busses. Mehr als zehn Fahrzeuge sind so lahmgelegt worden. FOTO: Frank Claus
Falkenberg/Bad Liebenwerda. In der Nacht zum Donnerstag, kurz nach drei Uhr haben unbekannte Täter in Falkenberg/Elster zwei Geldautomaten der Sparda-Bank gesprengt. Die Detonation zerfetzte nach Bankangaben nicht nur die Automaten am Eingang, sondern verwüstete auch die dahinter liegenden Serviceräume. Frank Claus

Angaben zur Höhe des erbeuteten Geldes und zum Sachschaden gibt es bisher nicht. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren drei Automatensprenger am Werk. Sie flüchteten mit einem Auto.

Ob die Täter diejenigen sind, die kurz vor acht Uhr dann auch in einem dunkelfarbenen Audi mit polnischem Kennzeichen vor einer Streifenwagenbesatzung flüchteten, ist noch nicht sicher. Den Beamten war das Fahrzeug kurz vor Bad Liebenwerda aufgefallen. Die Verfolgung entwickelte sich zur filmreifen Jagd. An einer Kreuzung in der Kurstadt warfen die Flüchtenden eine große Anzahl spitzer, metallener Krähenfüße aus dem Auto. Mit den Reifentötern sollte die Kreuzung blockiert und die Verfolgung durch die Polizei gestoppt werden. Ein Linienbus, zwei Lkw, darunter ein Gefahrguttransporter, und nach bisherigen Erkenntnissen zehn Pkw haben sich die Krähenfüße eingefahren. Kurze Zeit später war auch bei der Polizei die Luft raus: Plattfüße auf beiden Vorderreifen. Die Gejagten konnten in Richtung Sachsen flüchten. Auch einer Polizeihubschrauber-Besatzung gelang es nicht, das Fahrzeug zu orten.

Das Falkenberger Geldinstitut bleibt vorerst geschlossen. Gegenwärtig, so eine Bank-Sprecherin, würde ein Ausweichquartier gesucht, um die Kundenberatungen zu gewährleisten. Zudem solle schnell eine Lösung zur Bargeldversorgung angeboten werden. Thema des Tages Seite 3