Vereinsleben
: Mühlbergs Greenkids bauen sich „grüne Bude“

Es war ein alter, heruntergekommener Bauwagen, der kurz hinter der Landesgrenze in Sachsen dem Verfall preisgegeben war. Die Mühlberger Umweltgruppe hat sich daraus mit vielen Helfern ein „Vereinsheim“ gebaut.
Von
Frank Claus
Mühlberg
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Mit Unterstützung von Eltern, Firmen und Helfern hat sich Mühlbergs Umweltgruppe, die "Greenkids", diese eigene Zuhause geschaffen.

Foto: Antje Wurch

Es ist geschafft! Die „Grüne Bude“ der Greenkids in Mühlberg ist fertig und bereits kräftig eingeweiht. Die „grüne Bude“ der Umweltgruppe war einmal ein alter Bauwagen, ein ziemlicher Schrotthaufen. Entdeckt haben ihn die Mühlberger im benachbarten Sachsen und schnell wuchs die Idee, ihn zur neuen Heimstatt der Umweltgruppe werden zu lassen. Das ist er nun geworden. „Hier darf gelacht und geweint, gearbeitet und ausgeruht, gedacht und philosophiert, gespielt und getobt werden“, schreibt Gemeindepädagogin Antje Wurch.

Mühlberger Treff hat besondere Bestimmung

Im neuen Häuschen, das seinen Platz im Schatten eines Baumes im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Mühlberg gefunden hat, dürfen, so schreibt Antje Wurch, „die sich versammeln, die wir in dem Lied ,Komm bau ein Haus’ besungen haben: die Tiere, die Kinder, die Alten.“ Es soll ein Gemeinschaftsprojekt über die Generationen hinaus bleiben. Die „Grüne Bude“ soll Heimat, Schutz und Hort sein. „Und über allem ist der Himmel als schützendes Dach. Denn Gott gibt uns hier einen Raum unterm weiten Himmelszelt, wo wir miteinander leben, reifen, wachsen, feiern können“, freut sich Antje Wurch, die seit vielen Jahren mit Herzblut Kinder mit der Umwelt vertraut macht.

Projekt von Mühlberger Umweltgruppe hat viele Unterstützer

Die Umsetzung des Projektes hat viele Helfer gehabt, Eltern, Großeltern und einheimische Firmen. Da wurde der Transport nach Mühlberg bewerkstelligt, ein Gerüst zur Sanierung des Daches gestellt, das alte Dach heruntergenommen und ein neues gebaut. Schließlich mussten die Räder abmontiert und der einstige Bauwagen so gesichert werden, dass die Versicherung ihn als Gebäude anerkennt.

Dann wurde gemalert und mit handwerklichem Geschick Möbel hergestellt. Im Dankesbrief der Gemeindepädagogin sind mehr als 20 Namen genannt, die sich unentgeltlich engagierten. Geld– und Sachspenden, unter anderem vom Energieversorger enviaM, halfen, das Projekt Realität werden zu lassen. Eins ist Antje Wurch besonders wichtig: „Danke an den Kirchenkreis Bad Liebenwerda, der das Projekt von Anfang finanziell unterstützte und auch dann weiter dran festhielt, als die Kosten stiegen sowie an den Gemeindekirchenrat Mühlberg, der im Auf und Ab dieses Projektes die Hoffnung auf ein gutes Ende nicht aufgab.“

Was sie aber am meisten fasziniert hat war, mit welchem Feuereifer die Kinder bei der Sache waren. „Sie haben geschliffen, gehobelt, gesägt, gehämmert, genagelt, gebohrt, gemessen, gestrichen, gemalt, geputzt und gepflanzt. Sie waren ein tolles Bauteam mit schönen Ideen, das das werden konnte, was wir nun sehen.“

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