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Verdienstordnen für den Pfarrer aus Mühlberg

Potsdam. Anlässlich des Brandenburger Verfassungstages haben am Donnerstag besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger in der Potsdamer Staatskanzlei von Ministerpräsident Dietmar Woidke den Verdienstorden des Landes erhalten. Einer von ihnen ist der Mühlberger Pfarrer Matthias Taatz, ein "Geistlicher mit besonderer Sensibilität, ein Urgestein der DDR-Opposition", wie es in der Laudatio heißt. pm/blu

Schon 1978 begann demnach sein politisches Engagement im Friedenskreis Halle und am Runden Tisch in Mühlberg. Seit dem Fall der Mauer engagiert sich Taatz im Verein "Initiativgruppe Lager Mühlberg". Die Gruppe setzt sich mit der Geschichte des NKWD-Lagers auseinander, einem der zehn Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone. Dort internierte die Rote Armee nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 21 000 Menschen. Der Initiativkreis ist die Interessenvertretung der Überlebenden. Taatz und seine Mitstreiter widmen sich mit viel Fingerspitzengefühl der historischen Aufarbeitung der Geschichte des Lagers. Insgesamt wurden in diesem Jahr 15 Brandenburgerinnen und Brandenburger geehrt.