Doch dann traute er in diesen Tagen seinen Augen kaum: Nun sind es eine gute Million mehr! Exakt 1,75 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen - wenn das doch kontinuierlich so weitergehen würde.
„Dann könnten wir uns freuen“ , so Bürgermeister Thomas Richter, der aber weiß, dass dies nicht anzunehmen ist. Aber zumindest könne nun den Abgeordneten ein überarbeiteter Haushaltsplan vorgelegt werden, der denn ausgeglichen ist und wo sogar noch etwas für die Rücklage übrig bleibt. Etwa 841 000 Euro Defizit hatte die Stadt bislang.
Woher kommt nun dieser plötzliche Geldsegen„ Geht es den Unternehmen doch besser, als sie jammern“
Gerd Engelmann: Die Unternehmen müssen zu Jahresbeginn die nach entsprechenden Kriterien errechneten Gewerbesteuern zahlen und das Finanzamt prüft am Ende das tatsächliche Betriebsergebnis. Sind die eingezahlten Gewerbesteuern zu niedrig gewesen, muss ganz fix nachgezahlt werden. Bad Liebenwerda hat nun die Nachzahlung von 2003 und 2004 erhalten.
Bürgermeister Thomas Richter vermutet, dass schon 2007 für Bad Liebenwerda der Hammer kommt. Für die Höhe der Schlüsselzuweisungen sind dann die Haushaltszahlen von 2005 bindend. Da komme leider nicht immer der am besten weg, der gute Zahlen vorlegen kann. Außerdem stehe der Kreis ganz mies da. Eine Erhöhung der Kreisumlage wird längst debattiert. Und dann wird's wieder nichts mit Sparen.