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Unliebsame Gäste aus dem Wald: Rehe leben sicher

Elsterwerda.. Dass die Nähe des Wohnortes zu Wald und Flur in ländlichen Ortsteilen wie Krauschütz oder Kotschka nicht nur Idylle und Ruhe mit sich bringt, brachte eine Bürgerin zum Stammtisch auf die Palme.

Schon seit Jahren seien es ganze Gruppen von gefräßigen Rehen, die den Gartenbesitzern die Zornesröte ins Gesicht steigen ließen. Man habe alles versucht, sogar Haare ausgelegt - aber nichts sei auf Dauer wirklich hilfreich gewesen. Schon gar nicht die Alarmglocke beim Ordnungsamt. „Es passiert einfach nichts. Mittlerweile sind wieder 15 Rehe da.“
Und dass die besonders den Krauschützern am Horstweg oder in der Elsteraue so schnell auch nicht von der Pelle rücken werden, vermutete Bürgermeister Dieter Herrchen mit Schulterzucken und Fingerzeig ins Publikum. Da nämlich saß Andreas Jopp, als Jäger Experte auf diesem Gebiet. Und weil das innerörtlich absolut befriedet sei, werde er seine Flinte auch auf kein einziges der gar nicht mehr so possierlichen Tierchen anlegen. Die Sache sei ganz logisch: „Wir haben den Tieren mit der Erschließung der neuen Wohngebiete den Lebensraum genommen. Den holen sie sich nun zurück“ , erklärte Jopp, dem nur ein probates Mittel gegen die unliebsamen Gäste aus dem Wald einfällt: Zäune, möglichst anderthalb Meter hoch, machten die Sache halbwegs sicher. Nach der Erschwinglichkeit bei hektargroßen Grundstücken dürfe da natürlich lieber keiner fragen. (kai)