Der erste Einsatz für Kameraden der Verbandsgemeinde-Feuerwehr passiert so immer mal wieder. Bei Wiederau gerät nach einem Blitzeinschlag am Freitag ein Baum in Brand. Das Feuer frisst sich im Inneren der hohlen Pappel förmlich durch. Die Kameraden entschließen sich, Löcher in den Stamm zu sägen, um das Feuer wirkungsvoll ablöschen zu können. „Du kriegst das sonst schwer aus, weil sich immer wieder Glimmstellen entwickeln können“, sagt der stellvertretende Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann. Ob der Baum unter dem Blickwinkel der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden muss, ist noch unklar.

Drei Radfahrer am Boden – oder doch nicht?

Der zweite Einsatz ist vermutlich einer in Folge des Weinfestes am Freitag und Sonnabend in Bad Liebenwerda. Die Leitstelle Lausitz erreicht via Handy am Sonnabend kurz nach 2 Uhr ein Notruf. Am B101-Radweg zwischen Bad Liebenwerda und Winkel sollen drei Radfahrer gestürzt sein und am Boden liegen. Als Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei eintreffen, ist niemand zu finden. Auch nicht auf den weiteren Wegen in Richtung Maasdorf und Winkel.
Doch weshalb ist dazu die Feuerwehr alarmiert worden? Martin Neumann klärt auf: „Die Leitstelle hat sich dazu entschieden, weil wir die genannte Unfallstelle ausleuchten sollten, um die Retter bei ihrer Arbeit zu unterstützen.“ Man habe das Handy des Anrufers an dieser Stelle noch orten können, aber ihn später nicht mehr erreicht. Martin Neumann: „Dass es ein ‚Scherz‘ gewesen ist, glauben wir eher nicht. Möglicherweise haben Insassen eines vorbeifahrenden Autos die drei Radfahrer am Boden gesehen und die Leitstelle informiert.“
Ob sie weitergefahren oder aber geholfen und bemerkt haben, dass es nicht so schlimm ist, bleibt unklar.