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| 02:58 Uhr

Und wie viele Hunde ohne Steuer?

Elsterwerda. Seit zwölf Jahren hat sie ihren kleinen Malteser Westi, hat immer pünktlich ihre Steuern bezahlt, geht regelmäßig mit dem Tier zum Tierarzt und hat den Hund auch ordentlich versichert. Eigentlich schon Geld genug für so einen kleinen Hund, der eigentlich keinem gefährlich werden kann. fc

Doch nun soll Ilona Schurig schon wieder acht Euro mehr bezahlen, anstelle 26 dann 34 Euro Hundesteuern.

Anlass ist die neue Hundesteuersatzung, die mit Wirkung vom 1. Januar 2013 in Elsterwerda gültig ist.

Und noch etwas ärgert die Frau: "Würde die Stadt mehr unternehmen, um nicht angemeldete Hunde herauszubekommen, dann hätte die Steuer auch nicht erhöht werden müssen", sagt sie. Denn sie ist sich ganz sicher: "In der Stadt gibt es jede Menge unangemeldete bellende Vierbeiner." Dass die Hundemarke aus Aluminium auch noch das Fell ihres kleinen Lieblings beschmutzt, ist das nächste Übel.

Kämmerin Rica Reinel-Langner hat der Elsterwerdaerin nun auch schriftlich geantwortet. Sie erläutert zunächst die Art der Steuer: "Die Hundesteuer ist wie jede andere Steuer eine Geldleistung, der keine bestimmte Leistung gegenübersteht. Sie wird nach dem Gesamtdeckungsprinzip zur Finanzierung aller kommunalen Aufgaben verwendet." Anfang 2013 waren ihren Aussagen zufolge 603 Hunde gemeldet, die zu einer Steuer veranlagt wurden. Jeder Hundehalter sei verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen seinen Hund anzumelden. Ansonsten drohen Geldbußen. "Bei begründetem Verdacht" würden "Kontrollen zur Hundehaltung durchgeführt."

Bei der Anmeldung des Hundes erhalte jeder Besitzer eine Steuermarke, die am besten am Halsband des Tieres befestigt wird. Ende 2011 habe die Stadt neue Marken angeschafft, die keinen Abrieb auf dem Fell der Tiere hinterlassen. Ilona Schurigs Hund trägt den städtischen Unterlagen zufolge noch eine alte Marke. Sie könne gegen eine Gebühr von 3,60 Euro eingetauscht werden. "Die Erstmarken bei der Steueranmeldung sind immer kostenfrei, weitere müssen dann aus Gründen einer effizienten Haushaltswirtschaft bezahlt werden", so die Kämmerin.