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| 02:47 Uhr

Und die Eichhörnchen bleiben auch da

Das sind sie, die neuen Inhaber im "Eichhörnchen" in Reichenhain: Mareike Hopstock und Enrico Wenzel.
Das sind sie, die neuen Inhaber im "Eichhörnchen" in Reichenhain: Mareike Hopstock und Enrico Wenzel. FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda. Wenn das zauberhafte Lächeln ausreicht, hat sie schon gewonnen! Mareike Hopstock (25), in Bad Liebenwerda aufgewachsen, nimmt mit ihrer freundlichen Art gefangen. In der Gastronomie ein Riesenpluspunkt. Und sie hat mit Enrico Wenzel (29) einen Dresdner an ihrer Seite, der in der Küche zaubern kann. Beide arbeiten gegenwärtig in Fulda und wollen wieder "heim". Und nicht nur das: Sie sind die neuen Inhaber der ehemaligen Gaststätte "Zum Eichhörnchen" in Reichenhain. Frank Claus

Da sind sie nun, die zwei jungen Leute, deren Namen in Bad Liebenwerda schon getuschelt werden. Sie haben das von Ilona und Matthias Eichhorn geführte Gasthaus "Zum Eichhörnchen" samt Gundstück gekauft - ein Objekt mit gutem Ruf. Im Herbst haben sie erfahren, dass sich die Besitzer aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen wollen. Ein Traum war geboren, der Mareike und Enrico nicht mehr losgelassen hat: Zurück nach Hause - "von Dresden ist Reichenhain doch nur einen Katzensprung entfernt", so der Mann aus Elbflorenz - und eine eigene Gaststätte führen. "Wir haben abgewägt, das Gepräch mit den Vorbesitzern gesucht, gerechnet, uns mit Banken beraten", erzählt die junge Frau von einem Prozess, den sich beide nicht einfach gemacht haben. "Meine Mutti hat uns am Ende bestärkt, den Schritt zu wagen", sagt die 25-Jährige und muss dabei auch schmunzeln. "Ich habe schon immer für die Gastronomie geschwärmt, wollte eine Lehre beginnen. Doch meine Mutti hat gesagt, ich solle doch erst einmal mein Abitur machen." Sie hat auf Mutti gehört, am damaligen Echtermeyer-Gymnasium begonnen und das Abitur am Elsterschloss in Elsterwerda abgelegt. Um dann doch ihren eigenen Kopf durchzusetzen. In Fulda arbeitet sie im Hotel Esperanto, ein Haus, das deutschlandweit in der obersten Liga der Kongresshotels spielt, noch bis Mitte Februar im Restaurantbereich. Dort hat sie auch ihre Liebe gefunden - Enrico, der als Koch arbeitet.

Und wie stellen sie sich ihre Zukunft in Reichenhain - zur Gaststätte gehören noch fünf Doppel- und ein Einzelzimmer sowie eine Ferienwohnung - vor? "Wir wollen gar nicht so viel ändern, mit viel Service, Freundlichkeit und wohlschmeckenden Gerichten punkten", sagt Mareike und Enrico schiebt nach: "Die Wildsülze soll es auf jeden Fall weitergeben und auch so will ich mich von Matthias Eichhorn noch mal intensiv über Vorlieben der Gäste beraten lassen, aber auch eigene Ideen einbringen." Sie haben allen Mitarbeitern angeboten, weiter dabei zu bleiben und selbst die tierischen Namensgeber sollen bleiben. "Um die süßen Eichhörnchen wollen wir uns gern weiter kümmern."

Mareike Hopstock kann den Start kaum erwarten. Eröffnet werden soll am 1. April, um den Gästen schon Ostern zur Verfügung zu stehen. "Für den 3. April ist schon eine Geburtstagsfeier für 100 Personen reserviert", sagt sie und strahlt. Weitere Anfragen beantwortet sie unter Telefon 0152 26599321. In den nächsten Wochen werden Absprachen mit Lieferanten und Brauerein geführt und kleine Modernisierungsarbeiten erledigt. Nur eins soll aus der Vergangenheit gestrichen werden. Das Wörtchen "zum". Mareike lächelt: "Unser Haus heißt jetzt nur noch Eichhörnchen."