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. . . und dann fliegen bei der Festveranstaltung die Fetzen

Christina Fuhrmann mit Lennés wohl bekanntestem Ausspruch. Doch wie zweckmäßig muss die Behandlung sein, um den Garten zu erhalten?
Christina Fuhrmann mit Lennés wohl bekanntestem Ausspruch. Doch wie zweckmäßig muss die Behandlung sein, um den Garten zu erhalten? FOTO: mcl1
Saxdorf. "Das ist ein Kunstwerk, Sie aber wollen das ganze Jahr über Remmidemmi" – wenn es um die Zukunft des Pfarrgartens in Saxdorf geht, scheiden sich auch nach etwa fünf Jahre währenden Diskussionen noch immer die Geister. Eine Studie der BTU Cottbus-Senftenberg sollte die Potenziale aufzeigen. Frank Claus

Dr. Christine Fuhrmann hatte es nicht leicht, verzettelte sich zu lange in der Analyse des Umland-Potenzials. Dass sie mit ihren Ideen "auf die Füße treten" würde, sei ihr bewusst gewesen. Weil sie allzu vordergründig auf mehr Touristenströme abstellte, um den Garten auch "wirtschaftlich, tragfähig" am Leben zu erhalten, biss sie bei den Liebhabern des jetzigen Gartens aber eher auf Granit. "Immer nur Ökonomie", hieß es und: "Das ist ein Kunstwerk!" In einem Gemälde von Rembrandt kritzele doch auch keiner herum, meinte die eine Seite, worauf die andere entgegnete, dass das ja auch nicht zuwachse. Schließlich wurde der Superintendent zum Streitschlichter und mahnte der Vorsitzende der Lenné-Akademie, Hans-Hermann Bentrup, die Macher der Studie zu mehr Sensibilität: "Saxdorf, das ist keine Massenveranstaltung."

Zum Thema:
Seit 2007 wird die Lenné-Medaille für herausragende Verdienste für das grüne Umfeld vergeben. Zu den Geehrten gehören die verstorbene Präsidentin der Deutschen Gartenbaugesellschaft, Sonja Gräfin Bernadotte, Brandenburgs erster Ministerpräsident Manfred Stolpe, der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka und die Oberbürgermeister von Potsdam und Frankfurt (Oder) sowie Brandenburgs Oberbürgermeisterin für ihr Buga-Engagement."Malus Trilobata Charlottenhof", so heißt der Apfelbaum, den Hanspeter Bethke, Karl-Heinrich Zahn, Hans-Hermann Bentrup und Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus aus Anlass der jetzigen Ehrung gepflanzt haben. Er wurde in der Lenné-Baumschule Graeff in Zeischa gezüchtet. Einen Baum gleicher Gattung hat im vergangenen Jahr der prominente Aktionskünstler Ben Wargin vis à vis zu den Römischen Bädern und zum Schloss Charlottenhof im Park Potsdam-Sanssouci getauft und in den Boden gebracht. Wargin ist Vater des in Berlin seit dem Mauerfall entstandenen "Parlaments der Bäume" zwischen Mauer und Spree.