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| 16:39 Uhr

Die Ultra-Läufer sind wieder unterwegs
Von Chemnitz bis zum Fichtelberg im Laufschritt

 Vor dem Start zum Fichtelberg-Ultra sind Peter Oßendorf (3.v.l.) aus Merzdorf, David Döring (3.v.r.) aus Elsterwerda und deren Laufffreunde noch entspannt. Doch das ändert sich bald.
Vor dem Start zum Fichtelberg-Ultra sind Peter Oßendorf (3.v.l.) aus Merzdorf, David Döring (3.v.r.) aus Elsterwerda und deren Laufffreunde noch entspannt. Doch das ändert sich bald. FOTO: Privat
Merzdorf/Elsterwerda. Peter Oßendorf aus Merzdorf und David Döring aus Elsterwerda kämpfen bei ihren Ultraläufen im Sommer auch gegen die brutale Hitze.

Sie haben es schon wieder getan. Und das bei dieser Affenhitze. Die beiden Gründer vom Schradentrail, David Döring aus Elsterwerda und Peter Oßendorf aus Merzdorf, können es nicht lassen. Erneut sind die Extremsportler an ihre Grenzen gelaufen. Diesmal beim Fichtelberg-Ultra über 55 Kilometer auf Wald-, Feld- und teilweise asphaltierten Wegen. Von Chemnitz aus ging es hinauf zum Fichtelberg, dem höchsten Gipfel Sachsens. Insgesamt waren auf der Laufstrecke 1600 Höhenmeter zu überwinden.

Als wäre die Distanz nicht anstrengend genug, wurde während des Laufens mit der Kamera in der Hand auch noch gefilmt. „Wir müssen einfach alle Eindrücke festhalten“, sagt Peter Oßendorf. Der 46-Jährige versichert, dass beide dennoch Spaß an der Herausforderung haben. „Diese Erlebnisse kann uns keiner nehmen“, bemerkt er weiter. Dazu gehören auch der Blick in die Natur und die Gespräche an den Verpflegungsstellen, die die Stimmung auflockern.

Die Hitze an diesem Tag sei unerträglich gewesen. Aber der Wille,  das Ziel zu erreichen, war größer. Nach sieben Stunden und zwölf Minuten hatten sie es geschafft.

 Die Hitze macht den Sportlern zu schaffen. Da ist auch Peter Oßendorf jede Abkühlung willkommen.
Die Hitze macht den Sportlern zu schaffen. Da ist auch Peter Oßendorf jede Abkühlung willkommen. FOTO: Privat

Die Leistung von David Döring sei umso bemerkenswerter, weil er erst am Wochenende zuvor den Rennsteigmarathon über die 42 Kilometer absolviert und garantiert noch in den Beinen hatte.

Der nächste sportliche Höhepunkt wartet bereits. An diesem Wochenende geht es zum Sachsentrail an den Rabenberg bei Breitenbrunn, teilweise entlang der tschechischen Grenze – erneut über Stock und Stein. Bergauf und bergab sind mehr als 70 Kilometer zu laufen. Das Profil weist 1800 Höhenmeter aus.

Zwischendurch wird gemeinsam im hügeligen Schradenwald trainiert, um für die Ultra-Läufe gut vorbereitet zu sein. Diese anspruchsvolle Trainingslandschaft im Grenzgebiet zu Sachsen habe sich inzwischen herumgesprochen. „Immer häufiger gesellen sich Lauffreunde dazu“, freut sich Peter Oßendorf über die wachsende Resonanz unter den positiv Laufverrückten. „Laufen verbindet und macht gemeinsam einfach noch mehr Spaß“, versichert er.

(mf)